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Welchen Preis zahlen wir für die Energiewende?

„Für die Energiewende lässt sich Deutschland auf der ganzen Welt feiern. Milliarden Euro werden in den Ausbau erneuerbarer Energien investiert. Doch das größte politische Projekt seit der Wiedervereinigung stockt. Mächtige Energiekonzerne kämpfen um Marktanteile, Bürgermeister gehen mit dezentralen Konzepten ihre eigenen Wege in Sachen Energieversorgung. Und: der Widerstand in der Bevölkerung gegen weitere Windparks und Strommasten ist enorm. Mit einem neuen "Erneuerbare Energien Gesetz", kurz EEG, versucht die Regierung dem Umbau-Prozess neuen Schwung zu verleihen. Ob es gelingt?

Der Film "Kampf um Strom – welchen Preis zahlen wir für die Energiewende?" zeigt am Beispiel mehrerer Protagonisten und Protagonistinnen die vielfältigen Interessen, Probleme und Widerstände bei der Umsetzung der Energiewende.“

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Kampf um Strom - Welchen Preis zahlen wir für die Energiewende?

(Video verfügbar bis 08.02.2022; 44 min)

https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/videos/kampf-um-strom-video-102.html

 „Seit 4,5 Milliarden Jahren gibt es die Erde, den Menschen erst seit 160.000 Jahren. Aber er hinterließ tiefere Spuren als alle anderen Lebewesen…“

Prof.Dr.Harald Lesch: Die Menschheit schafft sich ab (ca. 45 Min.)

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Der Ornithologe Professor Peter Berthold klagt seit langem über den jämmerlichen Zustand unserer Landschaft in Deutschland, der dafür gesorgt hat, dass inzwischen rund 80 Prozent der Vögel, Insekten (vollständig) sowie Amphibien und Reptilien (weitgehend) ausgerottet sind. Beispielhaft werden Lerche, Rebhuhn, Kiebitz und Schwalbe (regioal bis zu 90%) genannt, aber die Liste der Individuen ist lang.

Er weist auf den „Muff an Bürokratie bei Behörden“ hin, der das Bemühen um mehr biologische Vielfalt ausbremse. Naturschutz sei bei uns ein „zahnloser Tiger“.

Naturschutzgebiete machen nur noch knapp 1 Prozent unserer Gesamtfläche aus (Martin Klatt, NABU-Referent). Wir bräuchten aber mindestens 2 Prozent echte Wildnis.

Unser Land braucht in allen Bundesländern einen Biotopverbund durch möglichst viele ökologische Trittsteine für die Restbestände an Flora und Fauna.

Die Ausgleichspflicht für Kommunen bei Eingriffen in die Natur mit dem System von „Ökopunkten“ (Zahlungsmittel, das auf 25 Jahre befristet ist) ist ungenügend, da nach Ablauf der Frist nicht gewährleistet ist, dass der Ausgleich für dauerhaft verlorene Flächen weiterhin gewährleistet wird. So schrumpfen insgeheim wertvolle Gebiete. Sogar die etwa 50 Prozent noch bestehender Ackerflächen in Deutschland.

Etwa 4 Prozent unserer Fläche in Deutschland besteht aus Gärten. Diese könnten, bei entsprechender Gestaltung, eine größere Bedeutung für die ökologische Vielfalt haben als unsere Naturschutzgebiete.

Aber, so ein Verfechter zum Thema „Gärten des Grauens“:

„Schottergärten sind generationsübergreifend asozial.“

(Stand der Angaben: 2020)

Einen sehenswerten Beitrag zum Thema leisten die folgenden Filme:

„Rettet die Natur – Wege zu mehr Artenvielfalt“

Wir verändern, bewirtschaften, versiegeln das Land und verdrängen dadurch die Natur. Die Folgen sind deutlich zu spüren. Die rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten wird immer länger – und das Insektensterben stellt eine ernste Bedrohung für die Landwirtschaft und damit die Versorgung mit frischen Lebensmitteln dar. Denn ohne wildlebende Tiere und Pflanzen können auch wir nicht überleben! Noch ist Deutschland so regenerationsfähig, dass neue Lebensräume entstehen können. Was sind jetzt die nötigen Schritte, um nachhaltig gegenzusteuern?“

Mehr:  (58:57 Min., verfügbar bis 22.09.2025)

https://www.planet-wissen.de/video-rettet-die-natur--wege-zu-mehr-artenvielfalt-102.html

Mehr: (04:34 Min., verfügbar bis 18.08.2025)

„Das Projekt "Natur nah dran" des NABU Baden-Württemberg soll helfen, die biologische Vielfalt im Siedlungsraum zu fördern. Von 2016 bis 2020 unterstützt der NABU insgesamt 61 Kommunen bei der Umwandlung von jeweils bis zu fünf Flächen in artenreiche Wildblumenwiesen oder blühende Wildstaudensäume.“

https://www.planet-wissen.de/video-nabu-natur-nah-dran-100.html

Mehr: (04:51 Min., verfügbar bis 22.09.2025)

Es gibt in Deutschland viele Gebiete, in denen die Natur geschützt werden soll. Sie sollen die Schönheit, Eigenart und Vielfalt der Natur des Landes sichern. Doch je nach Art des Schutzgebietes gibt es erhebliche Unterschiede; je nach Ziel ist die Natur sehr gering bis streng geschützt.

https://www.planet-wissen.de/video-schutzgebiete-und-ihre-bedeutung-100.html

 „ …Das Ozonloch über der Antarktis war Anfang Dezember so groß wie noch nie zu dieser Zeit. Es nahm eine Fläche von etwa 18 Millionen Quadratkilometern ein. Damit überragte es die Landfläche der gesamten Antarktis (etwa 14 Millionen Quadratkilometer) erheblich. Es handelt sich um das extremste Ausmaß für diese Jahreszeit in den letzten 41 Jahren.

...weiterlesen "Rie­si­ges Ozon­loch über dem Süd­pol"

DIE KLIMAKRISE LÄSST SICH NICHT DURCH EINEN PIEKS HEILEN

„…Der stärkste  je in Deutschland an unserer Küste gemessene Wind war im Orkan Anatol, der am 3. Dezember 1999 mit 184 km/h in List auf der Insel Sylt registriert wurde. Der Zyklon Yasa, der vor einigen Tagen mit Böen bis zu 345 km/h über die Fidschi-Inseln hinwegzog, ist wohl der traurige Rekord, den wir durch unsere Lebensweise erzeugt haben…

 Ich bin nur einmal auf See in einen schweren Orkan geraten. Die Erfahrung brauche ich nie wieder. Wenn bei viel Wind große Hagelkörner dabei sind, wird es mehr als unangenehm. Fliegen aber Dachpfannen, Autos und Bäume immer öfter durch die Luft, wird der Planet unbewohnbar.

Es geht darum, die Erde für kommende Generationen lebenswert zu erhalten. Deshalb ist es nicht nur ein Skandal, dass fossile Industrien doppelt so viele Subventionen von der Politik bekommen wie die erneuerbaren Energien, sondern schon eine Tragödie. Verantwortungslos ist es allemal!“

Leserbrief von Knut Schröder, Heikendorf, Kapitän und Lotse a.D.

(Quelle: Segeberger Zeitung, 29.12.2020, S. 20)

 „...Kinder nehmen nach einer Untersuchung des Kinderhilfswerks Terre des Hommes zahlreiche Giftstoffe durch die Atemluft, Wasser, Nahrungsmittel und Produkte wie Spiel­zeug oder Kleidung auf.

„In Deutschland haben 97 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen Substanzen im Blut, die aus Plastik stammen“, heißt es in der Kurzfassung der Studie „Die stille Pandemie – Umwelt­gifte schädigen Kinder“, die der ehemalige Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, Baskut Tuncat, verfasst hat.“

Mehr:

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117814/Kinder-nehmen-Giftstoffe-durch-Umwelt-und-Produkte-auf

Unter dem unten angegebenen Link gibt es eine Kurzfassung der Studie, auch Einzelheiten über die Gifte:

https://www.tdh.de/fileadmin/user_upload/inhalte/04_Was_wir_tun/Themen/Kinderrecht_auf_gesunde_Umwelt/Toxic-Study_kurz-final.pdf

Kernforderungen der Studie:

„Kinder haben sie ein Recht auf Information, …, wie stark Umweltgifte sie gefährden und wie sie sich schützen und wehren können…

Die beste Vorbeugung ist es, die Umwelt nicht zu verschmutzen. Denn nur in einer gesunden und schadstofffreien Umwelt werden Kinder nicht belastet…

Deshalb müssen Regierungen … dringend handeln und Kindern das Recht auf eine gesunde Umwelt einräumen. Die Vereinten Nationen sollten das Recht auf eine gesunde Umwelt in einem Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention verankern.

Es ist die Pflicht von Regierungen, dieses Recht zu respektieren, zu schützen und zu umzusetzen. Die Verschmutzung mit Umweltgiften muss weltweit beendet werden.

Dabei darf die Beweislast nicht allein bei den Opfern liegen: Kinder und Erwachsene wissen oft nicht, welchen Stoffen sie ausgesetzt sind und wie gefährlich sie sind. Manifeste Krankheiten treten häufig erst Jahre oder Jahrzehnte später auf, und die Ursache ist oft nicht eindeutig nachzuweisen…“

(23.11.2020 ∙ Reportage & Dokumentation ∙ Das Erste)

"Die Naturzerstörung ist die Krise hinter der Coronakrise."

Dieses Zitat von Umweltministerin Schulze bringt eine Erkenntnis auf den Punkt, die mit der Pandemie auch im Kanzleramt angekommen ist: Damit wird auch Artenschutz zur Chefsache.

Weiter:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/reportage-und-dokumentation/das-grosse-artensterben/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3JlcG9ydGFnZSBfIGRva3VtZW50YXRpb24gaW0gZXJzdGVuLzIyMGM3ZjZlLTY1YTQtNDIwNi05MTI5LWFlYWNiMjBhNDk3OQ/

(Video verfügbar:
bis 23.11.2021 ∙ 23:59 Uhr)

„DIE ZUKÜNFTIGE GENERATION HAT DAS RECHT AUF EINE INTAKTE UMWELT“

(Sofia Roudeniklis, Schülerin am Städtischen Gymnasium Bad Segeberg)

Um sich für ein grünes Bad Segeberg einzusetzen, haben die vier Gymnasiastinnen  Sophia Behrens, Christina Kragenings, Allyah Petzel und Sofia Roudeniklis im Rahmen ihres Unterrichts ein Projekt gegründet.

„Wir als Kommune können und müssen einen Beitrag leisten. Aus dem Grund ist uns die Idee für eine Website gekommen. Die wir individuell auf Bad Segeberg angepasst haben.“

Weitere Informationen unter:

https://grunes-bad-segeberg.webflow.io/

Instagram  Account:

https://www.instagram.com/gruenes_bad_segeberg/

(Quelle: Segeberger Zeitung, 06.11.2020, S. 26)

Unser Kommentar: Wir wünschen viel Erfolg bei der Arbeit!

„Wälder sind Erholungsorte und helfen gegen Klimaerwärmung, Erosion, Trockenheit und Artensterben. Nur wie viele Bäume braucht es dafür? Die Wissenschaft erforscht, was ein Miniwald zum Natur- und Klimaschutz beträgt…“

( Ca. 6 Minuten; verfügbar bis 26.09.2021)

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/w-wie-wissen/miniwald-fuer-klima-und-natur-deshalb-sind-auch-kleine-waelder-wichtig/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3cgd2llIHdpc3Nlbi8zYTViYzc3OC0zOWRlLTQ2NjktOGJmOS1mNDEzNmI3ZWU1MTk/

Unser Kommentar:

Hier finden unsere Lokalpolitiker prima Anregungen, wenn sie sich jetzt z.B. wieder mit dem Bebauungsplan Nr. 34 (Dr.-Hermann-Lindrath-Straße) in nicht öffentlicher Sitzung befassen.

„In Schleswig-Holstein wurden 2018 pro Tag 3,1 Hektar Fläche durch neue Gewerbegebiete, Häuser oder Straßen verbraucht. Das Land habe mit den höchsten Flächenverbrauch, kritisieren Umweltschützer. Die Einwände seien nachvollziehbar, findet der Umweltminister…

…Um die Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung einzuhalten, sei im Norden jedoch bis 2030 eine Senkung des Flächenverbrauchs auf 1,3 Hektar nötig. Das seien "bummelig zwei Fußballfelder"…

…Eggers kritisierte, dass der Landesentwicklungsplan der Nachhaltigkeitsstrategie nicht genügend Rechnung trage. Diese sehe bis 2050 vor, unterm Strich überhaupt keine zusätzlichen Flächen mehr durch Gewerbegebiete, Wohngegenden oder Straßen zu verbrauchen…“

Mehr:

https://www.n-tv.de/regionales/hamburg-und-schleswig-holstein/Naturschuetzer-kritisieren-hohen-Flaechenverbrauch-im-Norden-article22071771.html

sowie Bericht im SH-Magazin (2 Min; bis 08.10.2020):

https://www.ardmediathek.de/ndr/video/schleswig-holstein-magazin/naturschuetzer-kritisieren-hohen-flaechenverbrauch/ndr-schleswig-holstein/Y3JpZDovL25kci5kZS8yN2VmOWNjMi0yZTg3LTQ5NTktODYxMy1mZDc0MzFmNjI4NDY//