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Unser Landesstraßennetz ist schwerer beschädigt als erwartet.

„…Wie Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz…erläuterte, haben sowohl die bisherigen Baustellen als auch die jüngste gutachterliche Zustandserfassung deutlich mehr und vor allem massivere Schäden zutage gefördert als noch 2018 prognostiziert…

„Entgegen den ursprünglichen Erwartungen unserer Experten sind die Schäden an vielen Landesstraßen nicht nur größer, sondern buchstäblich auch tiefgründiger. Das macht die Reparaturen langwieriger und kostspieliger“, sagte Buchholz.…

Nach den Worten von LBV.SH-Chef Conradt verschiebt sich durch die neuen Erkenntnisse für knapp über die Hälfte der noch offenen Sanierungsprojekte der Fertigstellungstermin um mindestens ein Jahr nach hinten…

Klar sei,…dass es zum eingeschlagenen Weg der nachhaltigen Sanierung keine Alternative gebe. „Eine schnelle und oberflächliche Sanierung – wie sie in früheren Jahren durchaus üblich war – wird es mit uns nicht geben“, sagte Buchholz. Andernfalls betreibe man reine Straßen-Kosmetik und vergrößere das Problem zu Lasten späterer Generationen…“

Der folgende Link zeigt, wo Straßensanierungen anstehen, die möglicherweise vom Asphaltmischwerk Wegener in Wahlstedt beliefert werden.

Nun müssen Anwohner fürchten, dass die Wahlstedter „Asphaltitis“ noch lange nicht geheilt ist (vgl. Immissionskataster der INITIATIVE WAHLSTEDT).

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/LBVSH/Presse/2021/Erhaltungsprogramm/210913_Landesstrassenoffensive.html

(Stand: 21.09.2021)

(ca. 30 min)

„Die Zeit drängt! Es muss endlich gehandelt werden!

Aber sagen wir das nun nicht schon seit 30 Jahren?“

Klaus Hasselmann (89), Physiker und Nobelpreisträger 2021

Er wies wissenschaftlich nach, dass der Klimawandel durch den Menschen verursacht wurde.

(Quelle: DER SPIEGEL Nr. 41, 09.10.2021, S.111)

Ein Meter Gewässerrenaturierung kostet ca. 10.000 Euro. (Quelle: BUNDextra, 2/2021, S. 5)

Die INITIATIVE WAHLSTEDT fragt:

Was haben die vorherige Begradigung oder Kanalisierung und die darauffolgenden Hochwasser- oder Dürreschäden wohl gekostet?

„Der Deutsche Umweltpreis würdigt in diesem Jahr Forschungen zum Schutz der Moore und zur Bedeutung der Artenvielfalt…

Die Ökologin und Direktorin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums, Böhning-Gaese, habe "einen enormen wissenschaftlichen Beitrag geleistet, damit wir begreifen, welche dramatischen Folgen der Artenverlust für Menschen und das gesamte Zusammenwirken des Planeten hat", erklärte Bonde. "Uns allen wird dadurch klar, dass wir den Kampf gegen den Artenrückgang als große gesellschaftliche Herausforderung beherzt angehen müssen."…

Ähnliche wegweisende Erkenntnisse seien Klimaschützer und Moorforscher Joosten zu verdanken, der am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald geforscht und gelehrt hat. "Er hat mit unermüdlichem Engagement überhaupt das Bewusstsein dafür geweckt, dass Moore unverzichtbare Verbündete bei der Überwindung der Klimakrise sind", so der DBU-Generalsekretär. "Und wenn wir nicht auf die Moore achten, wenn wir sie nicht vor Entwässerung schützen, dann wird uns der Klimawandel künftig noch größere Probleme bereiten, als wir sie jetzt schon spüren."…

 (Stand: 27.08.2021, 14:26 Uhr)

https://www.tagesschau.de/inland/umweltpreis-119.html

Über dieses Thema berichtete ebenfalls der Deutschlandfunk am 27. August 2021 um 13:00 Uhr und am 10. Oktober:

Klimaziele-Forscher Joosten fordert Wiedervernässung der Moore

„Die deutschen Klimaziele sind nach Ansicht des Moorforschers Hans Joosten nur einzuhalten, wenn trockengelegte Moorböden wieder vernässt werden.

Joosten, der am Sonntag mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet wird, sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung,

in Deutschland seien 95 Prozent aller Moore entwässert. Diese trockengelegten Moorböden seien für fast sieben Prozent des Treibhausgasausstoßes verantwortlich. Damit der in den Mooren enthaltene Kohlenstoff nicht freigesetzt wird, müssen die Moore nach Joostens Ansicht renaturiert werden – auch wenn darauf inzwischen Landwirtschaft betrieben wird. Statt Mais könne dann beispielsweise Schilf angebaut werden. Die Landwirte müssten allerdings bei der Produktionsumstellung unterstützt werden.

Joosten arbeitet am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Er bekommt den Deutschen Umweltpreis gemeinsam mit der Ökologin Katrin Böhning-Gaese. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 500.000 Euro dotiert…“

WALDSCHUTZGEBIETE SCHÜTZEN NICHT

„In lediglich etwa drei Prozent der Wälder in Deutschland dürfen keine Bäume gefällt werden – obwohl 67 Prozent der Wälder in ausgewiesenen Schutzgebieten liegen und damit offiziell als geschützt gelten. Das zeigt Greenpeace in einer neuen Studie zu Wäldern in Deutschland…“  (Greenpeace Deutschland)

Mehr: (07.10.2021, 15 Seiten)

studie_waldschutzgebiete.pdf

Julia Klöckner, Agrarministerin, hat ein für Bienen hochgiftiges - von der EU bereits 2018 verbotenes - Pestizid erlaubt. Nun verbreitet es sich unkontrolliert in der Umwelt.

„…Nachdem Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) ein für Bienen hochgiftiges Pestizid ausnahmsweise erlaubt hat, verbreitet es sich unkontrolliert in der Umwelt. Imker und Naturschützer in Bayern haben große Mengen des Wirkstoffs Thiamethoxam und seines Abbauprodukts, des ebenfalls als Pestizid genutzten Clothianidin, in Wasser- und Schlammproben gefunden. Die Proben stammen von Feldern im Landkreis Neustadt an der Aisch–Bad Windsheim, auf denen mit Thiamethoxam ummantelte Zuckerrübensamen ausgesät worden waren.

Auch in Proben von Pflanzen auf benachbarten Feldern in dem fränkischen Landkreis und dem angrenzenden Kreis Fürth fand das beauftragte Labor den Wirkstoff und sein Abbauprodukt aus der Pestizidgruppe der Neo­nikotinoide...

…Neonikotinoide können Experten zufolge Insekten bereits bei einer niedrigen Dosierung lähmen, töten oder das Lernvermögen und die Orientierungsfähigkeit beeinträchtigen. Das betrifft nicht nur Bienen, sondern auch andere Insekten und Wasserorganismen…“

Mehr:

https://taz.de/Nach-Notfallzulassung-eines-Pestizids/!5799734/

Wie die Segeberger Zeitung vom 8. Oktober 2021 berichtet, hat Fahrenkrug einen Naturschutzbeauftragen benannt: Den Diplom-Ingenieur für Landschaftspflege Eckard Wiemer. Vielen Garten-Interessierten ist Herr Wiemer durch die Aktion „Offener Garten“ wohlbekannt durch seinen fachkundig angelegten und liebevoll gepflegten Naturgarten.

Bis zu seinem Ruhestand Ende Juni 2021 war Eckehard Wiemer Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Segeberg. Sein persönlicher Interessenschwerpunkt habe dort auf der „Schaffung naturnaher Lebensräume“ gelegen. Die neu gewonnene Freizeit möchte er mit seiner Frau verstärkt der Natur und Umwelt widmen. (SZ, 08.10.2021, S. 25)

Dem Bürgermeister Reiner Martin hat Wiemer bereits Pflegekonzepte für die Gemeinde vorgestellt, so z.B. die Gestaltung öffentlichen Grüns, das Aufstellen eines Baumkatasters, die richtige Knickpflege, das angemessene Mähen von Straßenrändern, die Vernässung des Fahrenkruger Moores, Pflege von Feuchtgebieten sowie das Schaffen von Blühstreifen für den Artenschutz.

Die INITIATIVE WAHLSTEDT fragt sich: Warum hat unsere Stadt noch immer keine qualifizierte Fachkraft für entsprechende Aufgaben in Wahlstedt? Und aus welchem Grund tagt der Wahlstedter Umweltausschuss so selten, als gäbe es hier keinen Bedarf?

Liebe Leserinnen und Leser, kürzlich erreichte uns diese Nachricht von WeMoveEurope:

„…Agrarkonzerne könnten die Zukunft unserer Lebensmittel für immer verändern. Sie zäunen unsere natürliche Umwelt für ihren Profit ab, indem sie den Besitz Dutzender Nutzpflanzen beanspruchen - etwa Gerste, woraus Bier gemacht wird. Schlupflöcher im europäischen Recht machen diese Ausbeutung möglich. [1]

Heute kann jeder Landwirt und jede Landwirtin dank des Zugangs zu Saatgut die Lebensmittel anbauen, die wir brauchen. Aber wenn diese Pläne umgesetzt werden, wird es kein Halten mehr geben: Agrarriesen werden nehmen, was niemandem gehören sollte - unsere natürliche Welt. Sie werden kontrollieren, wer etwas anbauen darf und wie hoch die Kosten sind - und damit die Zukunft von Tausenden von Familienbetrieben zerstören. [2]

Werden diese Schlupflöcher nicht verhandelt, wenn sich in zwei Wochen die Entscheidungsträger treffen, die die Macht haben, sie zu schließen, könnte unsere Chance vertan sein. Aber die gute Nachricht ist: Wir wussten, dass dies passieren würde, und wir sind vorbereitet. Aber es bedarf jetzt eines großen Wurfs.

Stellen Sie sich also Folgendes vor: Unsere Partner liefern Gerste, die sie in diesem Jahr auf europäischen Bauernhöfen angebaut haben. Wir zeigen, wie viele von diesem Saatgut abhängig sind. Das sorgt für Aufregung in der Versammlung, während die Entscheidungsträger diskutieren. Dann wird ein Video online gestellt, das Wachstum und Bedeutung des Saatguts erklärt. Und Anzeigen sorgen dafür, dass es auf allen Social-Media-Kanälen, die die Entscheidungsträger nutzen, zu sehen ist.

Wir können die Gespräche am Arbeitsplatz wochenlang dominieren. Die Entscheidungsträger werden sich dem nicht entziehen können, das Schließen der Schlupflöcher wird wieder auf der Tagesordnung stehen.

Das ist unser Plan. …Sind Sie dabei? Wenn wir sicherstellen wollen, dass die Schlupflöcher auf die Tagesordnung gesetzt werden, brauchen wir Mittel, um jetzt schnell zu handeln.

Als das Europäische Patentamt im Mai 2020 anerkannte, dass konventionell gezüchtete Pflanzen niemandes Besitz sind, war das ein großer Schritt nach vorn. [3] Aber die Agrargiganten haben den Kampf um die Kontrolle über unsere Lebensmittel nicht aufgegeben.

Damals haben wir gewonnen, weil wir in Zusammenarbeit mit unseren Partner*innen von No Patents on Seeds gezeigt haben, wie groß der Widerstand wirklich ist. Jetzt, da die Gefahr von Schlupflöchern unter dem Radar verschwunden ist, bitten sie uns um Hilfe, damit das Thema auf die Agenda kommt.

Als kleine engagierte Gruppe wissen sie, dass sie diesen Moment nicht allein bestreiten können. Zum Glück sind wir eine Gemeinschaft von mehr als einer Million Menschen, die sich nicht scheuen, Momente wie diese anzugehen.

Wir haben die Kosten berechnet und brauchen 16.148 €, um das Projekt zu realisieren. Mit diesem Geld können wir Folgendes finanzieren:

  1. Einen Videofilmer engagieren, der die Auslieferung der Gerste dokumentiert und Betroffene interviewt.
  2. Mit den Aufnahmen ein kurzes Video produzieren und es im Internet in diesen Wochen ausspielen, Kontaktaufnahme mit möglichst vielen Mitarbeitenden des Büros, in dem diese Entscheidung getroffen wird...
  3. Kontaktaufnahme mit den wichtigsten europäischen Medien, um die Berichterstattung über dieses Thema sicherzustellen und den Druck auf Entscheidungsträger*innen zu erhöhen.

Es besteht kein Zweifel daran, dass die Agrarkonzerne über tiefe Taschen verfügen. Sie können darauf wetten, dass diese Mittel jetzt eingesetzt werden. Aber wenn wir zusammenarbeiten, können wir Großes bewirken. Wenn jede/r von uns, der und die dies hier gerade liest, ein paar Euro spendet, können wir es mit ihnen aufnehmen.

Wenn auch Sie der Meinung sind, dass die Natur für alle da ist: Machen Sie mit, damit unser Plan Wirklichkeit wird!

Ja! - Mit 5 €
Ja! - Mit 10 €
Ja! - Mit 20 €
Ich spende eine andere Summe

Danke, dass Sie dabei sind,

Thomas (Brüssel), Giulio (Rom), Olga (Bologna)
und das gesamte WeMove Europe Team

Referenzen:
[1] https://www.no-patents-on-seeds.org/de/publikationen/bericht2021
[2] Wenn man ihnen das Eigentum an unserem Saatgut überlässt, werden die Agrarkonzerne alles tun, um den Profit aus Familienbetrieben herauszuquetschen - wie in den Vereinigten Staaten bereits erlebt:
https://www.gen-ethisches-netzwerk.de/monsanto-gegen-bauern
[3] https://www.epo.org/law-practice/case-law-appeals/communications/2020/20200514.html
https://www.sdhsprogram.org/european-patent-office-plants-animals-obtained-classical-breeding-not-patentable/

WeMove Europe ist eine unabhängige und wertebasierte Organisation, die Macht von unten aufbauen will, um Europa zu verändern, für uns alle, für künftige Generationen und für den Planeten. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

Diese Nachricht darf kopiert, verbreitet und auf eigenen Servern gespiegelt und verlinkt werden.

WeMove.EU finanziert sich aus Spenden unserer Unterstützer aus ganz Europa. Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere unabhängige Arbeit mit einer regelmäßigen Spende finanzieren helfen…“

Mehr:

WeMove Europe SCE mbH | Planufer 91 Berlin | www.wemove.eu/de | Datenschutzerklärung      

„Der Export von Abfällen aus Deutschland nach Polen boomt – und in vielen Fällen handelt es sich dabei um illegale Müllschieberei.

 Der freie Journalist Michael Billig hat in Polen eine der illegalen Mülldeponien besichtigt. Am Rande zweier Dörfer fand er unter anderem zehntausende Tonnen Müll aus Deutschland.

Billig hat Proben entnommen, die er im Labor auf Schadstoffe analysieren ließ. Das Ergebnis: In den Abfällen fanden sich gesundheitsschädliche Substanzen, manche davon waren krebserregend. Im Gespräch mit einem Anwohner erfährt er, wie die Müllberge über die Jahre angehäuft wurden…“

Mehr: (Der fluter ist das Jugendmagazin der BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG; Stand 27.09.2021)

„Nach uns die Sintflut ist ein geflügeltes Wort, das Gleichgültigkeit gegenüber Zukünftigem zum Ausdruck bringen soll…

Der Ausspruch wird auf die Marquise de Pompadour (1721–1764) zurückgeführt. Während eines Festes, das durch die Nachricht von der Niederlage bei Roßbach (1757) gestört zu werden drohte, soll sie « Après nous le déluge ! » („Nach uns die Sintflut!“) ausgerufen haben.[3] …“

Mehr:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nach_uns_die_Sintflut

UNSER KOMMENTAR IN EIGENER SACHE:

Den Artikel zum Thema Chancen vertan – Wahlstedter Wald vernichtet  haben wir bereits am 11. Juli 2021 veröffentlicht. Man findet ihn leicht mit Hilfe der Suchfunktion auf der Seite oben rechts über NEUESTE BEITRÄGE.

Dass wir nicht so vermessen sind, generell jede Form von Industrie zu verteufeln, haben wir von Beginn unserer Website an für jeden Leser deutlich gemacht.

Sollten Sie zur Gemeinde der FLOTTEN SURFER gehören, empfehlen wir zur Vertiefung unsere tabellarische Übersicht „Meldungen zum Immissionskataster“.