Der Windbeutel (…) zeigt jedes Jahr, wie kreativ Hersteller werden, wenn es um Marketing geht – und wie schwer es Verbraucherinnen und Verbrauchern gemacht wird, ehrliche Informationen zu bekommen.
(Radio BR1)
Wahlergebnis: Von über 66.000 Stimmen entfielen ca. 26.000 auf den LaVita-Vitaminsaft. Viele sind empört über diese irreführende Werbung.
* „Wir entlarven leere Versprechungen und Abzocke von Herstellern wie LaVita oder More Nutrition. * Wir mahnen rechtswidrige Gesundheitsaussagen ab und ziehen, wenn nötig, auch vor Gericht. * Wir kämpfen für strengere Regelungen bei Nahrungsergänzungsmitteln..." (Zitat foodwatch)
Hallo, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, „…sauberes Wasser, lebendige Flüsse und wertvolle Naturlandschaften sind keine Selbstverständlichkeit. Seit über 30 Jahren sorgen starke europäische Naturschutzgesetze dafür, dass sie auch für kommende Generationen erhalten bleiben. Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und die Vogelschutzrichtlinie bilden das Fundament des europäischen Naturschutzes. Sie schützen einzigartige Lebensräume für Arten wie den Eisvogel und den Bartkauz und bewahren wertvolle Naturlandschaften und Rückzugsorte – von Hiddensee bis ins Karwendel. Doch dieser Schutz ist nicht selbstverständlich. Aktuell wird über eine Abschwächung bewährter Naturschutzstandards diskutiert. Jetzt ist der Moment, Ihre Stimme einzubringen: Beteiligen Sie sich an der öffentlichen Konsultation der Europäischen Kommission und setzen Sie sich für starke Naturschutzgesetze ein! JETZT MITMACHEN Tausende Menschen haben sich zuletzt für den Gewässerschutz stark gemacht. Jetzt geht es um den Naturschutz in Europa: Bis zum 10. August 2026 können auch Sie Ihre Stimme einbringen.Nehmen Sie sich zehn Minuten Zeit und setzen Sie ein starkes Zeichen für Europas Natur: Fordern Sie den Erhalt bestehender Schutzstandards – für uns heute und für kommende Generationen.
So können Sie mitmachen: 1. Öffnen Sie die Konsultation. 2. Lesen Sie die Kurzbeschreibung und gehen Sie auf „Fragebogen beantworten“. 3. Beantworten Sie die Fragen.
Unsere Haltung: Nicht der gesetzliche Rahmen ist verbesserungswürdig, sondern die Umsetzung der Richtlinien. Es braucht mehr Geld, Personal und politischen Willen. Hierauf sollte die EU-Kommission gegenüber den Mitgliedsstaaten drängen.
4. Und nicht vergessen: Klicken Sie auf „Absenden“. Ihre Teilnahme zeigt: Europas Naturschutz ist wichtig.ZUR KONSULTATION
Vielen Dank, dass Sie Europas Natur eine Stimme geben. Mit #HandsOffNaturesetzen wir uns für Europas Naturschutzgesetze ein. Herzliche Grüße Ihre Hanna Stoelben und das WWF-Team“
Sie tragen einen grauen Schutzpanzer, wuseln unbemerkt im Schummerlicht umher und mampfen zerfallende Biomasse wie Reste von Laub und morschem Holz: die Asseln. Wer kennt sie schon? Sie sind keine Insekten, keine Spinnen, sondern Krebse. Da ihre Vorfahren dem Meer entsprungen sind, haben sie Kiemen und lieben daher feuchtes Terrain. Für den Notfall aber können viele als Hybrid-Atmer in den Lungenmodus wechseln.
Asseln, Regenwürmer und zahlreiche andere Lebewesen gehören zu den Giganten der biologischen Müllabfuhr des Erdbodens. Ihnen zur Seite krabbeln, schleimen und fließen unendlich viele Hilfskräfte wie Milben, Vielfüßer, Pilze, Schleimpilze, Bakterien und Einzeller umher.
Sandboden einer Mais-Monokultur
Wussten Sie, dass eine Handvoll gesunden Bodens Milliarden von Lebewesen enthält? Sie garantieren langfristig unser aller Überleben.
Ein faszinierender Bestseller informiert über diesen Kosmos unter unseren Füßen. Ein Expertenteam vermittelt in verständlicher Sprache und mit sensationellen Fotos das Bild unserer Unterwelt. Ein Plädoyer für den Erhalt des Lebens.
"In einer Handvoll Boden leben mehr Wesen als Menschen auf Erden." (Klappentext)
N. Ottawa, O. Meckes (Fotos); V. Straaß, C. Lieckfeld (Texte): DRECKSARBEIT – der Mikrokosmos unter unseren Füßen. Dölling u. Galitz Verlag, € 30,-
"...(G)Artenschutz kann jeder! Welche Pflanzen im Garten unterstützen die Biodiversität und den Artenschutz? Wir gehen durch den Schmetterlingsgarten und lernen einige heimische Pflanzen ken- nen, die jeder im Garten haben sollte, um gezielt Insekten und andere Tiere zu unterstüt- zen. Dabei geht es u.a. um Nahrungsquellen verschiedener Entwicklungsstadien, Ver- steck- und Überwinterungsmöglichkeiten, sowie Fortpflanzungsstätten. Außerdem werden Tipps zur naturnahen Gartengestaltung gegeben.
Die Veranstaltung ist kostenlos, eine verbindliche Anmeldung ist in diesem Fall nicht nötig, hilft uns aber bei der Vorbereitung.
Bitte melden Sie sich ggf. unter kontakt@nabu-badsegeberg.de an
(G)Artenschutz – Praktische Tipps für die Gartengestaltung Rundgang im Schmetterlingsgarten des NABU Bad Segeberg Sonntag, den 31.05.2026 um 11 Uhr
Schmetterlingsgarten des NABU Bad Segeberg Kastanienweg, 23795 Bad Segeberg. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme, die natürlich kostenlos ist!
Für Rückfragen: Christoph Kröger, NABU Bad Segeberg, 0176 5730 1910 oder 04553 895 3223 Im Internet zu finden unter www.NABU-BadSegeberg.de
NABU Bad Segeberg Dr. Christoph Kröger Vorsitzender Pronstorfer Straße 7 23820 Pronstorf Tel.+49 (0)4553 8953223 Mobil +49 (0)176 57301910 kontakt@NABU-BadSegeberg.de www.NABU-BadSegeberg.de Instagram: nabu.badsegeberg"
Bis zum 25. Juni können Sie Stellung beziehen zum deutschen Entwurf für den NationalenWiederherstellungsplan (NWP).
Dieser soll regeln, wie die EU-Wiederherstellungsverordnung (Nature Restoration Law; „Verordnung 2024/199 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Juni 2024 über die Wiederherstellung der Natur“) bundesweit umzusetzen ist.
Worum geht es? Die Europäische Union will der fortschreitenden Naturzerstörung entgegenwirken:
„Sauberes Wasser, reine Luft, gesunde Böden: Intakte Lebensräume sind nicht nur Garant für die Artenvielfalt, sie tragen auch wesentlich zum Klimaschutz bei…
…Das Ziel ist, die Artenvielfalt zu erhalten und geschädigte Ökosysteme wieder instand zu setzen. Bis 2030 sollen mindestens 20 Prozent der Land- und Meeresfläche, die in keinem guten ökologischen Zustand ist, wieder in Ordnung gebracht werden. Widerstandsfähige Wälder, nasse Moore, Flüsse, die Platz zum Fließen haben, und Meere, die nicht überhitzen und von Plastik geflutet werden, sind unser aller Lebensgrundlage. Daher gilt es, sie zu schützen, zu bewahren und wiederherzustellen…
…Wer nur am Status quo festhält, wird den Verlust der Artenvielfalt nicht aufhalten. Es braucht zusätzliche entschlossene Maßnahmen und eine breite Beteiligung, damit die Wiederherstellung der Natur gelingt.“ (Geschäftsführer des Deutschen Naturschutzrings DNR Florian Schöne).
Viele Verbände wie DNR, WWF, BUND, NABU, BIOLAND beteiligen sich an dieser Initiative und rufen zur Unterstützung auf. Informationen und Einzelheiten: Siehe unten.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts sind die Fledermauspopulationen stark eingebrochen – durch Eingriffe des Menschen in die Natur.
Sie haben – außer gelegentlichen Prädatoren wie Marder, Greifvögel, Eulen oder Schlangen - kaum natürliche Feinde, müssen jedoch hart kämpfen gegen die Vernichtung ihrer natürlichen Lebensräumedurch fortschreitende Zersiedelung, Lichtverschmutzung, Verkehrslärm, unbedachte Bausanierungen, Kollision mit Fahrzeugen und Windkraftanlagen und gegen die Auswirkungen intensiver Land- und Forstwirtschaft (ausgeräumte Anbauflächen, Folgen der Pestizidanwendung, Nahrungsmangel).
Fledermäuse leisten einen wichtigen Beitrag für das ökologische Gleichgewicht. Sie verbreiten Samen, bestäuben Pflanzen und zeugen für intakte Natur. Jedoch in erster Linie dienen sie alshervorragende Schädlingsvertilger. Jedes einzelne Exemplar frisst pro Nacht Tausende Insekten (z.B. Mücken).
Alle heimischen Arten der Fledermaus in Deutschland stehen auf der Liste der Flora-Fauna-Habitatrichtlinie und sind auch durch das Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Vier Arten sind stark gefährdet, drei sind vom Aussterben bedroht, eine gilt als ausgestorben. Bei einigen Arten sind (mangels Daten) Aussagen zum Gefährdungszustand nicht möglich.
„ …Seit mehr als 50 Millionen Jahren bevölkern Fledermäuse die Erde. Sie sind die einzigen Säugetiere, die jemals den aktiven Flug erlernt haben. Das Leben in der Dunkelheit, ihre Fähigkeiten, mit den Ohren zu sehen und mit mehr als 800 Herzschlägen pro Minute durch die Lüfte zu sausen, sind nur einige weitere Aspekte, die diese Tiere so einzigartig machen.
Heute leben auf der Erde mehr als 1.400 Fledermausarten, die Mehrzahl von ihnen bewohnen die tropischen Klimazonen. Dies liegt daran, dass alle Fledermausarten gerne ein warmes Klima mögen. Je weiter man sich auf dem Erdball vom Äquator nach Norden bewegt, desto geringer ist die natürliche Artenvielfalt der Fledermäuse. In Deutschland fliegen 25 Fledermausarten durch die Nacht…“ (Quelle: NABU SH)
In Schleswig-Holstein sind 15 Fledermausarten nachgewiesen, darunter die Wasserfledermaus, das Braune Langohr, das Große Mausohr, die Fransen-, Zwerg-, Teich-, Bechstein-, Mücken-, die Breitflügelfledermaus sowie der Kleine und der Große Abendsegler.
Der Große Abendsegler ist regional die größte Art und hat eine Spannweite bis zu 40 Zentimeter. Seine speziellen Flügel ermöglichen ein Flugtempo von 50 km/h. Seine am weitesten dokumentierte Wanderung beträgt 1.546 Kilometer. Die häufig vorkommende Zwergfledermaus dagegen passt mit angeklappten Flügeln in eine Streichholzschachtel. Dokumentierte Wanderungsstrecke: 1.123 Kilometer. Ihr Flugtempo beträgt etwa 20 bis 30 km/h.
In den Segeberger Kalkberghöhlen überwintern über 30.000 Fledermäuse. Experten beobachten und erforschen das Leben und Verhalten der verschiedenen Arten. Nach Experten-Aussage leben im Segeberger Ihlwald neun Fledermausarten.
Mit Hilfe von Wärmebildkameras und Ultraschall-Detektoren können auch Laien jährlich bei organisierten (teils) nächtlichen Exkursionen mit Fachleuten das Leben der Fledermäuse verfolgen.
Mit großem ehrenamtlichem Engagement deutschlandweit werden Tausende Nistkästen erneuert, gereinigt und kontrolliert, man berät oder hilft in Notfällen (z.B. Fledermaus-Hotline des NABU Schleswig-Holstein 0700 – 23 0000 23 oder www.NABU.de/fledermaustelefon) und erstellt Gutachten.
Das Internet bietet viele interessante Informationen zum Thema, auch Fotos und Videos.
Beispiel Google: fledermäuse schleswig holstein (14.05.2026)
"An der Kreuzung hatte ich einen unvorhergesehenen Anfall von Farbenblindheit."
"Ich musste so schnell fahren, da ich Angst hatte, dass mir einer hinten reinfährt."
"Ich bin nur so schnell gefahren, damit mein Wagen nach dem Waschen schneller wieder trocken wird."
"Ich glaube, dass kein Fahrzeug Schuld hatte, aber wenn eins Schuld hatte, war es das andere."
Diese Stilblüten aus dem Versicherungswesen (München, 1987) könnten vielleicht kurzfristig erheitern, aber keinen Toten zum Leben erwecken.
In den letzten drei Jahren wurden in Deutschland pro Jahr ca. 5.000 Fußgänger schwer verletzt und über 400 getötet. Fachleute nennen diesen Trend dramatisch.
Die Europäische Kommission hat zum Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2050 auf null zu senken und bis 2030 die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten (im Vergleich zu 2019) zu halbieren.
Deutschland will diese Ziele verfolgen, doch eine umfangreiche Studie der Björn-Steiger-Stiftung (Fußgänger-Pkw-Unfälle in Deutschland - eine Analyse zu Ursachen, Risikogruppen und Präventionsmaßnahmen; 17.04.2026) zeigt, dass die Unfallzahlen diese Erwartungen bei weitem nicht erfüllen.
Beispieljahr 2024: 2.835 Straßenverkehrstote in Deutschland, davon 402 Fußgänger
Innerorts ist jeder dritte Getötete ein Fußgänger
Die Studie zeigt, dass der Fußgängerschutz primär eine städtische Aufgabe ist, die „sowohl infrastrukturelle als auch regulatorische Antworten erfordert“.
Der Studie liegen systematische Auswertungen polizeilicher Unfalldaten und amtlicher Statistiken zugrunde. Hieraus wurden Begleitumstände und Risikokonstellationen abgeleitet. Spezifische Risikogruppen wie Kinder und Senioren sowie die Rolle von Infrastruktur und Geschwindigkeit wurden beleuchtet. Empfohlene Maßnahmen werden erörtert.
Häufigstes Unfallmuster nach Unfallforscher Siegfried Brockmann:
Menschen überqueren die Fahrbahn und werden von Autofahrern übersehen
Besonders betroffen: Senioren und Kinder
Kleine Kinder können die Fahrbahn schlecht einsehen und laufen plötzlich los
Senioren ersparen sich vermutlich den Weg zur Ampel oder zum Überweg
Ein erheblicher Anteil schwerer Unfälle passiert sogar an markierten Querungen, verursacht durch schlechte Beleuchtung, fehlende Beschilderung, Sichtblockaden (Bäume, Autos), verblichene Markierungen
Eine Unfallhäufung (40 Prozent) trat in den Herbst- und Wintermonaten mit schlechteren Lichtverhältnissen und nasser Fahrbahn auf
Die Geschwindigkeit bestimmt den Schweregrad des Unfalls:
„Es ist der Unterschied zwischen Leben und Tod“. Bei 30km/h braucht ein Fahrer bei Vollbremsung ca. 14 Meter bis zum Anhaltepunkt.
Wegen der Reaktionszeit hat der Fahrer bei 50km/h noch nicht gebremst, also hätte der Unfall schlimmstenfalls tödliche Folgen.
Folgerung: Tempo 30km/h innerorts sollte die Regel sein.
Andere Untersuchungen (2024) zeigen, dass es in Ländern mit (teilweise) strengeren Regelungen in Städten 23 Prozent weniger Unfälle, 38 Prozent weniger Verletzte und 37 Prozent weniger Tote gab. Norwegen ist Vorreiter und hat Tempo 30 als Standard.
Die Polizeigewerkschaft und der Deutsche Städtetag setzen sich für diese Regelung ein.
„Die Studie macht deutlich, dass Verkehrssicherheit keine rein technische oder individuelle Aufgabe ist. Sie erfordert ein systemisches Denken, das Infrastruktur, Regulierung und Verhalten gleichermaßen in den Blick nimmt. Die Empfehlungen... – allen voran die Einführung von Tempo 30 ..., die Instandsetzung oder Entfernung mangelhafter Fußgängerüberwege sowie die Verbesserung von Querungsinfrastruktur – sind wissenschaftlich fundiert, rechtlich prinzipiell umsetzbar und politisch überfällig. Es liegt nun an Politik, Kommunen und Gesellschaft, ... die richtigen Konsequenzen zu ziehen.
Jeder getötete Fußgänger, der bei Tempo 30 noch gelebt hätte, ist ein Versagen des Systems – und eine Aufforderung zum Handeln.“ (Schlussbetrachtung, S. 19)
Durch Saatgut-Reinigung, intensivierte Anbaumethoden und Einsatz von Herbiziden sind in den letzten hundert Jahren Wildblumen von den Äckern fast vollständig verschwunden, so auch die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum).
Damit sind lebenswichtige Nahrungspflanzen für viele Arten von Schwebfliegen und Wildbienen verloren gegangen.
Insekten sind nicht nur als Bestäuber für Blütenpflanzen wichtig, sondern auch gleichzeitig Nahrung für Artgenossen und andere Tiere wie z.B. Vögel, Igel und Fledermäuse.
Da die Wucherblume als gefürchtetes Unkraut und „Böse Blom“ betrachtet wurde, ist sie – wie andere Wildkräuter – fast ausgerottet. Sie ist aber deshalb bedeutsam, weil sie spät blüht, wenn andere Kulturarten längst keinen Pollen und Nektar mehr bieten. In Schleswig-Holstein gilt sie als stark gefährdete Rarität. Als anspruchslose, attraktive Blume könnte man ihr einen sonnigen Platz im Garten gewähren. Sie hat große, leuchtend gelbe Blüten und kann 40 bis 60 Zentimeter hoch werden.
Das Landesamt für Umwelt in Schleswig-Holstein und die Stiftung Naturschutz haben eine Fördermaßnahme für die Wucherblume ins Leben gerufen, die helfen soll.