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"Die Folgen des Klimawandels machen vor allem den Kommunen zu schaffen. Dabei ist jede Kommune anders betroffen. Eine Stadt erlebt immer häufiger Hochwasser, eine andere Gemeinde kämpft mit Wasserknappheit, und in der dritten leiden ältere Menschen unter der Hitze der Großstadt. Jede dieser Kommunen soll künftig die Klimaanpassung umsetzen, die zu ihr passt.

Daher sorge ich noch vor der Sommerpause für bessere Beratung und bessere Förderung. Kommunen profitieren doppelt, denn klimaangepasste Städte und Landkreise sind lebenswert: Begrünte Dächer und Gebäudefassaden, Wasserflächen und verschattete Plätze lindern Hitze, bereichern die Vielfalt in der Stadt und steigern die Aufenthaltsqualität. Anpassung sichert die ökonomischen Grundlagen und ist ein Mehrwert für die Lebensqualität der gesamten Gesellschaft."

Bundesumweltministerin Svenja Schulze am 22.03.2021, Pressemitteilung

Neue Strategien gegen Hitze, Dürre und Hochwasser für Städte, Landkreise und Gemeinden

„…Die Bundesumweltministerin und die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände haben heute einen schnell wirksamen Drei-Punkte-Plan zur Anpassung an den Klimawandel vereinbart. Die wesentlichen Elemente sind erstens ein bundesweites Beratungszentrum für Städte, Landkreise und Gemeinden, das bis zum Sommer 2021 seine Arbeit aufnehmen wird...

Ralph Spiegler, Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und Bürgermeister der Verbandsgemeinde Nieder-Olm:

>>  Die Anpassung an den Klimawandel stellt Kommunen vor besondere Herausforderungen. Hitze und Dürre, aber auch Starkregenereignisse und Hochwasser erfordern eine klare Strategie. Für Kommunen zahlt sich daher eine klimagerechte Stadtentwicklung, die insbesondere mehr Freiflächen, eine energieeffiziente Bauweise, erneuerbare Energienund eine klimagerechte Mobilität umfasst, aus. Wir brauchen zudem mehr "Grün und Blau" in unseren Städten und Gemeinden. Um diese Herausforderungen zu meistern, bedarf es einer finanziellen Unterstützung von Maßnahmen sowie einem engen Zusammenwirken von Bund, Länder und Kommunen. << …“

Mehr:

https://www.bmu.de/pressemitteilung/svenja-schulze-und-kommunale-spitzenverbaende-vereinbaren-drei-punkte-plan-fuer-klimaanpassung-in-komm/

Unser Kommentar:

Ihr Wort in die Ohren vieler Wahlstedter Kommunalpolitiker, Frau Umweltministerin Schulze!

Das große Insektensterben – Was können wir tun?

2017 beunruhigte die Öffentlichkeit eine Studie ehrenamtlich arbeitender Insektenfreunde, die seit Jahrzehnten das Insektensterben dokumentieren. Die Forscher mahnten an, dass 75 Prozent der Insekten in weiten Bereichen Nordrhein-Westfalens verschwunden seien. Eine fatale Entwicklung, denn die Insekten bestäuben nicht nur unsere Kultur- und Nutzpflanzen, sie sind auch wichtiger Bestandteil der Nahrungskette im Ökosystem…

Mehr: (ca. 60 Min., verfügbar bis 09.04.2026)

https://www.planet-wissen.de/video-das-grosse-insektensterben--was-koennen-wir-tun-100.html

A) Böden im Burnout – wie Chemie Bienen und Äcker bedroht

Sandige Krume (Mais 2019)

„In unserer auf Massenerträge ausgelegten Agrarwirtschaft wird der Boden nicht nur beackert, sondern auch ausgelaugt. Wie wirken Überdüngung und Pestizide auf die Umwelt und den Menschen?...

Fruchtbare Äcker sind ein sehr kostbares Gut – und lebenswichtig für unsere Ernährung. Der Einsatz von zu viel Chemie ist katastrophal. Pestizide sorgen für Artensterben, kontaminieren Böden und töten Mikroorganismen ab, die wichtig sind für den gesunden Humusaufbau…“

Mehr:  (44 min., verfügbar bis 08.04.2026)

https://www.3sat.de/wissen/wissenschaftsdoku/210408-boedenburnout-wido-100.html

B) Lebensraum Boden

Grabwespe, Familie der Solitärwespen (ca. 250 Arten)

„Wenige Zentimeter unter unseren Füßen liegt ein verborgenes Universum: der Boden. Wir brauchen diese fragile Welt zum Überleben. Dennoch sind wir im Begriff, sie nachhaltig zu zerstören…

…Es ist eine dünne Schicht, die unseren Planeten umgibt, doch in ihr existieren mehr Lebewesen, als es Menschen gibt. Der tiefste Teil dieser Schicht brauchte eine Million Jahre, um zu entstehen. Der obere, der uns ernährt und das Klima reguliert, Jahrhunderte..“.

Mehr:  (58 Min., verfügbar bis 08.04.2026)

https://www.3sat.de/wissen/scobel/scobel--schutz-fuer-das-oekosystem-boden-100.html

Utopien sind nicht Träumereien, sondern sie sind die Voraussetzung für eine kreative Gestaltung der Zukunft.

Hans-Peter Dürr (1929 – 2014), deutscher Physiker und Essayist

Liebe Leserinnen und Leser,

die INITIATIVE WAHLSTEDT wünscht Ihnen ein schönes Osterfest.

Bleiben Sie – allen Widrigkeiten zum Trotz – zuversichtlich.

Wahlstedt, Ostern 2021

"Wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und niemand ginge, um einmal zu schauen, wohin man käme, wenn man ging.

Kurt Marti (1921 - 2017), schweizer Pfarrer, Dichter und Essayist

Für wirksamen Klima- und Naturschutz brauchen wir Platz für die Artenvielfalt … auch im Kleinen. Daher sollte jeder Agrarbetrieb, jedes Unternehmen, jede Kommune und jeder Privatgarten mindestens ein Zehntel seiner Fläche der Natur zur Verfügung stellen. Dies sollte ein Beitrag von uns allen sein  –  und eine Grundbedingung für alle, die mit Steuergeld subventioniert werden.

Helge May, Naturschutz heute(NABU), Herbst 2020, S.8

„Die gute Nachricht ist…, dass sich Klimaschutz bei vielen schon in den Köpfen manifestiert hat.“  

(Arved Fuchs, Expeditionsleiter u. Buchautor)

Am 23. März 2021 wurde in einer Pressekonferenz Bad Bramstedts Klimaschutzkonzept vorgestellt. Auf 281 Seiten ist diese Bilanz einschließlich der Schlussfolgerungen detailliert dargelegt. Auf der Website der Stadt ist sie nachzulesen. Eine 45-seitige Kurzfassung findet man dort auch.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte das Konzept im Herbst letzten Jahres beschlossen. Kostenpunkt: Zirka 50.000 Euro, wovon 65 Prozent durch das Bundesumweltministerium getragen wurden.

Der Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses, Fritz Bredfeldt, teilte hierzu mit:

„Für die Kommunalpolitik ergibt sich daraus die zukünftige Verpflichtung, jede Maßnahme und jede Investition daraufhin zu überprüfen, ob sie mit der für Bad Bramstedt angestrebten Klimaneutralität zu vereinbaren ist, selbst wenn dadurch höhere Kosten anfallen.“

Die Bürgermeisterin Bad Bramstedts fügte hinzu:

„Wir sollten nicht fragen, ob wir uns das leisten können. Wenn Bad Bramstedt irgendwann eine Hallig ist, ist es zu spät.“  Bei jedem Projekt solle in Zukunft immer der Klimaschutz bedacht werden. Frau Jeske freut sich auch, dass Bramstedts Klimamanager in den kommenden Jahren prüfen wird, wie die Belange des Klimaschutzes berücksichtigt werden.

(Quelle: Segeberger Zeitung, 24. März 2021, S. 28: „Klimaschutz immer und überall mitbedenken“)

Mehr:

https://www.bad-bramstedt.de/Stadtportal/Klimaschutz/

Hier zum Vergleich, was bei uns in Wahlstedt bisher geplant oder umgesetzt wurde:

https://www.wahlstedt.de/klimaschutz/klimaschutz-in-wahlstedt/was-ist-klimaschutz/

„Für die Erreichung der Klimaziele des Pariser Abkommens laufe die Zeit davon, sagte Energieforscher Volker Quaschning im Dlf. Dabei zeige die momentane Coronakrise, dass man die Fehler der Pandemie in der Klimakrise nicht wiederholen dürfe. Die Auswirkungen der Klimakrise seien viel dramatischer…“

Deutschlandfunk vom 19.03.2021 (Interview, 8:25 Min., abrufbar bis 19.01.2038)

Mehr:

https://www.deutschlandfunk.de/klimakrise-die-coronakrise-ist-eigentlich-kindergarten.697.de.html?dram:article_id=494390&utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

Mehr zum Thema beim Deutschlandfunk:

Aktivistin Luisa Neubauer „Die deutschen Klimaziele sind nicht mit dem Pariser Abkommen vereinbar“

Bio und regionale Waren Wie sich unser Konsum auf Klima und Umwelt auswirkt

Berichterstattung über Klimakrise Klimajournalismus neu denken

Neuer Jahresbericht Expertin: Zustand des Waldes „historisch schlecht“

Klagen für das Klima Wie mehr Klimaschutz vor Gericht erstritten werden soll

Müllvermeidung Aufruf zum Plastikfasten

Das Schleswig-Holstein-Magazin berichtete über Landwirte und Naturschützer, die sich für mehr Tierwohl und Umweltschutz engagieren. Umwelt- und Agrarverbände fordern eine Abkehr von alten Fördermaßnahmen und wollen mehr Direktzahlungen. Nur so könne man neue Formen der Bewirtschaftung leisten.

Sie fühlen sich von Landwirtschaftsministerin Klöckner nur unzureichend unterstützt. Sie wollen zu einem höheren Prozentsatz nach der Art der Bewirtschaftung gefördert werden und nicht pauschal nach Flächengröße ihrer Betriebe.

Auch die Tagespresse hat sich mit dieser Diskrepanz beschäftigt (Vgl. Segeberger Zeitung, 17.03.2021, S. 9 – „Schulterschluss für neue Landwirtschaft“):

„Ein Drittel der Direktzahlungen sollten Maßnahmen honorieren, die das Gemeinwohl fördern.“

(Berit Thomsen, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft)

Mehr: (ca. 3 Min.)

https://www.ardmediathek.de/ndr/video/schleswig-holstein-magazin/schleswig-holstein-magazin-oder-16-03-2021/ndr-schleswig-holstein/Y3JpZDovL25kci5kZS81ZmU4ZmIxZS0wMzk3LTQxNjEtYmJiYy01NWI0YzA0YWU3YWQ/

„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie zu gestalten.“

Willy Brandt (1913-1992), vierter Bundeskanzler der BRD

Klimaretter Atomkraft?

Atomkraft ist extrem teuer und bleibt risikoreich, auch wenn bei uns ihre Produktion bald eingestellt sein wird. Bis zum 31. Dezember 2022 sollen hier die verbliebenen sechs Werke abgeschaltet werden.

Gegenwärtig werden die Stim­men der Befürworter der Atomkraft wieder lauter. Sie verlangen den Aus­stieg zu stoppen und preisen die Atom­energie als Ausweg aus der Klima­krise.

Das sind absurde Ideen, denn immer noch ist in Deutschland die Frage nicht beantwortet, was mit den schon vorhandenen Zwischenlagern passieren soll und wo weiterer Atommüll gelagert werden könnte. Und absolut sichere Atomkraftwerke gibt es nicht.

Trotzdem: Nach Angaben der World Nuclear Association (Januar 2021) setzen viele Länder weiterhin auf Atomstrom (*):

  • Asien  - 91 Werke im Bau/geplant
  • Europa – 45 Werke im Bau/geplant
  • Naher Osten/Afrika – 7 Werke im Bau/geplant
  • Süd- und Mittelamerika – 3 Werke im Bau/geplant
  • Nordamerika – 5 Werke im Bau/geplant

(*) Quelle: Segeberger Zeitung, 11.03.2021, S. 3)

Anscheinend haben manche Menschen den Super-GAU von Tschernobyl (vor 35 Jahren) und die Katastrophe in Fukushima (vor 10 Jahren) schon vergessen. Dort wurde das Leben vieler Menschen vernichtet.

In Japan wurden bereits Überlegungen angestellt, die ständig steigenden radioaktiv verseuchten Kühlwassermengen von Fukushima ins Meer zu leiten, weil der Platz für immer mehr benötigte Tanks auf dem Gelände knapp wird.

Rund 2.000 Be­hälter mit hoch ­radio­aktivem Atom­müll lagern in der BRD. Die Sicher­heits­vor­kehrungen in vielen dieser „Zwischen­lager“ sind un­zu­reichend. Und es wird noch lange brauchen, bis das erste „End­lager“ vorbereitet ist. 

In Lingen und Gronau jedoch produziert man trotz Atomausstieg weiterhin Brennstoffe für Atomkraftwerke im Ausland.

Weitere Informationen:

http://www.umweltinstitut.org/themen/radioaktivitaet/radioaktivitaet-uebersicht.html

https://www.greenpeace-energy.de/presse/artikel/atomkraft-ist-kein-klimaretter.html

  1. Vortrag

„ ‚Das Kapitalozän - Erdzeitalter des Geldes‘ von Prof. Dr. Harald Lesch. In dem spannenden Vortrag analysiert und zeigt Harald Lesch auf, wie Geld unser Zeitalter bestimmt und welche Folgen das für uns, unsere Umwelt und Zukunft hat. Der Vortrag wurde am 2.12.2018 im Audimax der TU Ilmenau gehalten und vom VDI Studenten und Jungingenieure Ilmenau zusammen mit dem Studierendenrat der TU Ilmenau veranstaltet.“

Mehr: (ca. 1:58 Std.)

  • Aufruf

„Sie ist eine dieser mächtigen Institutionen, die eher abseits der öffentlichen Wahrnehmung agieren: die Europäische Zentralbank. Ausgestattet mit einer billionenschweren Marktmacht untergräbt sie mit ihrer Geldpolitik massiv den europäischen Klimaschutz. Grund genug für Greenpeace, aktiv zu werden…“

Mehr: (2:52 Min.)