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>>Der Vorstand des NABU Bad Segeberg lädt Mitglieder, Naturinteressierte und Neugierige zum „Naturschutz-Stammtisch“. Wir starten mit einem kurzen Impulsvortrag zum Thema „Gefährdete Arten im Kreis Segeberg und der Stadt Bad Segeberg“, danach besteht genügend Zeit für Fragen und Diskussionen. Im Anschluss wird die Möglichkeit bestehen, den Vorstand des NABU SE zur Naturschutzarbeit in und um Bad Segeberg zu fragen und untereinander im „Klönschnack“ über
Naturschutzthemen zu diskutieren.
„Der Vorstand des NABU Bad Segeberg freut sich über einen regen und zwanglosen Austausch mit seinen Mitgliedern und Gästen“, betont Eva Holm, 2. Vorsitzende des NABU und Leiterin der Naturschutzjugend (NAJU) in Bad Segeberg.

„Wir sorgen für Getränke und Knabberkram und hoffen auf einen interessanten Austausch zu
Naturschutzthemen, gerade wo diese zunehmend von Außen unter Druck kommen“, so Christoph Kröger, Vorsitzender des NABU Bad Segeberg.

Laut Rainer Wulff, dem Schatzmeister des NABU Bad Segeberg, ist der Austausch „mit unserer Basis und
Segeberger Bürgern, immer wichtiger, da in Bad Segeberg durch den A20-Bau und diverse innerstädtische Bauprojekte ein starker Druck auf verschiedene gefährdete Arten entsteht“.

„Wir wollen der Rohrdommel, dem Ährigen Tausendblatt, dem europäischen Strandling und der Bechstein-Fledermaus eine Bühne bieten, damit ihre Existenz in Bad Segeberg bekannt wird und sie bleiben können“, so Christoph Kröger.

Wir freuen uns über eine rege Teilnahme, die natürlich kostenlos ist!

* Termin: Donnerstag, den 12. März 2026, 19:00 Uhr
* Ort: WortOrt (Innenhof der Stadtbücherei), Oldesloer Str. 20, 23795 Bad Segeberg

* Rückfragen:
Dr. Christoph Kröger (Vorsitzender)
Pronstorfer Straße 7
23820 Pronstorf
Tel. +49 (0)4553 8953223
Mobil +49(0)176 57301910
kontakt@NABU-BadSegeberg.de
www.NABU-BadSegeberg.de
Instagram: nabu.badsegeberg<<


(Schmetterlingsraupe des Buchenrotschwanzes; Foto: A. Holm)

Glyphosat auf Feldern in Wahlstedts Umgebung - April 2023

Sie sind keine normalen Hecken, sondern mit Sträuchern und Bäumen bestandene Wälle. Sie verkörpern Tradition und Heimat, Schönheit und Erholung und sind ein wichtiges Erkennungsmerkmal unserer Kulturlandschaft. Über Jahre können sie wild wachsen und stellen ein wertvolles und unverzichtbares Ökosystem für zahlreiche Tiere und Pflanzen dar. Sie erfüllen wichtige Funktionen, indem sie vielen Tier- und Pflanzenarten – auch seltenen und gefährdeten – einen Rückzugs- und Lebensraum schaffen.

Aus diesen Gründen sind Knicks in Schleswig-Holstein streng geschützt. Für ihre Pflege gelten besondere Regeln.

Neben der zeitlichen Festlegung der Abstände von Pflegemaßnahmen wurde auch die Art und Weise der Arbeiten durch vertragliche Vereinbarungen zwischen dem Landesverband der Lohnunternehmer, dem Bauernverband und dem Umweltministerium festgelegt. Im Gegenzug werden finanzielle Mittel für die Knickpflege geleistet.

Bestandteile dieses Vertrages legen u.a. fest, dass „kein großräumiger Kahlschlag“, sondern abschnittweises Knicken zu erfolgen hat und dass bei beidseitigen, sogenannten Reddern, jeweils nur eine Seite auf den Stock gesetzt wird.

In  der Verlängerung der Dorfstraße in Richtung der Bahngleise wurden gerade großflächig sämtliche Knicks zeitgleich auf den Stock gesetzt. Darüber hinaus wurde ein wertvoller Redder zerstört, indem beide Knicks links und rechts auf einer Länge von ca. 300 Metern abgeholzt wurden.

Redder an der Verlängerung der Dorfstraße, 05.03.2026:

So sinkt die Wertigkeit der Knicks und der Landschaft als Lebensraum für Tiere für mehrere Jahre dramatisch. Eine Haselmaus, aus dem Winterschlaf erwacht, findet hier weder Deckung noch Nahrung; sie wird hier schlicht verhungern.

Zeitgleich wird vom Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg-Wahlstedt die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans vorangetrieben, in dem die Stadt Wahlstedt genau diese von der Abholzung betroffenen Flächen zur Wohnbebauung ausweisen möchte. Laut Landschaftsplan der Stadt Wahlstedt befinden sich gerade in diesem Gebiet Biotope; daher rät der LSP von einer künftigen Bebauung abzusehen.

Feldweg am Streem (Fotos: A. Holm)

Die schädlichen Auswirkungen verschiedener Pestizide auf Vögel, Bienen und andere Insekten und Lebewesen sind längst bekannt und dokumentiert.

Die Ergebnisse dieser europaweiten Studie von zehn europäischen Forschungseinrichtungen unter Co-Leitung des Mikrobiologen Professor Marcel v.d. Heijden ergab beängstigende Ergebnisse:

  • 70 Prozent der Böden Europas sind belastet mit Pflanzenschutzmitteln
  • Die vorliegende internationale Studie bietet erstmalig weitgehende Belege über die Ausbreitung und Auswirkung von 63 gängigen Pestiziden in ganz Europa
  • Untersucht wurden 373 Gebiete, die unterschiedliche Areale umfassten wie Wälder, Wiesen und landwirtschaftliche Anbaugebiete in insgesamt 26 europäischen Ländern
  • Die Auswirkungen von Pestiziden in kontaminierten Böden sind erheblich, da viele nützliche Bodenorganismen beeinträchtigt werden (u.a. Pilze, Fadenwürmer, Einzeller, Bakterien)
  • Spitzenreiter bei den Bodenproben waren Fungizide (Pilzmittel, 54%), gefolgt von Herbiziden (Unkrautvernichtungsmittel, 35%), vor allem Glyphosat, und Insektiziden (11%)
  • Die Pestizide wurden vor allem, aber nicht nur, auf landwirtschaftlichen Flächen gefunden; vermutlich aufgrund von Windverbreitung
  • Festgestellt wurde, dass die Pestizide die Artenvielfalt der Bodenorganismen stark beeinträchtigen, weil sie nicht nur gezielt unerwünschte Schädlinge abtöten
  • So beeinträchtigen Fungizide auch die Wurzeln von Nutzpflanzen (wichtig für deren Versorgung mit Wasser und Nährstoffen) wie das Fungizid Bixafen (Getreideschutz)
  • Pflanzenschutzmittel erfordern zur Erhaltung der Nährstoffversorgungsfunktion des kontaminierten Bodens zusätzliche Düngung zur Sicherung der Erträge
  • Ihre Wirkstoffe sind nur schwer abbaubar, bleiben jahrelang im Boden und haben bedeutende Auswirkungen auf das Boden-Ökosystem
  • Alle genannten Aspekte sollten dringend in die zukünftige Pflanzenschutzmittel- forschung und -regulierung einbezogen werden

„Unsere Studie zeigt…, dass Pflanzenschutzmittel auch für unsere Böden eine sehr große Umweltbelastung darstellen. Oft wird gar nicht bedacht, wie Pflanzenschutzmittel auf Organismen wirken, die nicht das Ziel sind.“

Maria J.I. Briones, Universität Vigo, zweite Studienleiterin

(Foto: A. Holm)

Liebe Leserinnen und Leser, liebe umweltbewussten Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Schwanzmeisen (Foto: A. Holm)

allen geopolitischen, ökologischen, ökonomischen und sozialen Brennpunkten zum Trotz: Bleiben Sie optimistisch und zuversichtlich. Aber seien Sie kritisch und lassen sich nicht von hohlen Phrasen einlullen und mit vagen Versprechungen abspeisen.  

Wir wünschen Ihnen fröhliche, entspannte Festtage und ein gesundes und friedvolles neues Jahr.

Allen Mitstreitern und Unterstützern danken wir herzlich und wünschen uns, dass Sie sich weiterhin für unsere Ziele einsetzen und uns gewogen bleiben.

Ihre INITIATIVE WAHLSTEDT

Foto: A. Holm

Zahlreiche Lebewesen fallen vielmehr über kurz oder lang diesen Eingriffen zum Opfer, weil Nahrung, lebenswichtige Biotope (z.B. Gewässer, Moore) oder genetische Vielfalt schwinden (vgl. Zunahme von Missbildungen bei Rotwild). Viele Tiere haben geringe Chance zur Flucht aufgrund ihrer körperlichen Fähigkeiten (Reptilien, Amphibien, Igel usw.) Daher ist der Schutz verbleibender Populationen dringend erforderlich, beispielsweise durch Grüntunnel, Grünbrücken, Vernetzung von Lebensräumen (z.B. ökologische Trittsteine, das „Grüne Band“ oder Rückgewinnung zerstörter Biotope) und Umsiedelung bedrohter Arten. Beispiele im Kreis Segeberg: Fledermäuse (Vermeidung von Lichtverschmutzung und Erhaltung von Einflugschneisen zu Nahrungsgebieten oder Ruheplätzen) und Haselmäuse (extrem engen natürlichen Bewegungsradius bedenken).

Schlehe am Knick (Foto: A. Holm)

Die Haselmaus liebt Gehölz mit dichtem Wuchs von Bäumchen und Sträuchern im Wald, an Waldwegen und Knicks. Sie bevorzugt Brombeergestrüpp, Haselstrauch, Schlehe, Weißdorn, Faulbaum und andere Fruchtspender.

Nest einer Haselmaus, laut Experten zum Verwechseln ähnlich dem der Zwergmaus (Foto: A. Holm)

Ihre Nahrung ist vielfältig und der Jahreszeit angepasst: Knospen und Blüten, Insekten, Vogeleier, Schlehen, Brombeeren, Himbeeren, Bucheckern, Nüsse.

Nester von Haselmäusen unterscheiden sich von Vogelnestern. Sie bestehen aus einer Mischung von Laubblättern und Gräsern, sind etwa faustgroß, kugelrund und haben einen kleinen seitlichen Eingang.  Die Haselmaus bewohnt mehrere Sommernester, die man oft in kleinen Astgabeln in Bodennähe (Höhe bis 2 m) findet. Haselmäuse sind jedoch Kletterakrobaten und kommen selbst in Bäumen in großer Höhe vor. Aber auch in Nistkästen und Baumhöhlen bringen sie ihre Jungen zur Welt. In der Regel handelt es sich um bis zu sechs blinde und nackte Jungtiere, die ca. sechs Wochen von der Mutter versorgt werden. Selten gibt es mehr als einen Wurf im Jahr. Die Tiere haben eine Lebenszeit von zwei bis sechs Jahren.

Haselmäuse überwintern oberflächennah in Bodennestern unter Laub und Moos. Ihr Winterschlaf dauert sechs bis sieben Monate. In dieser Zeit leben sie von den Fettreserven, die Atmung verlangsamt sich und ihr Herzschlag verringert sich auf wenige Schläge pro Minute. Dabei verlieren sie etwa 30% ihres Gewichts.

Aufgrund der Ähnlichkeit ist die Haselmaus mit anderen Mäusen leicht zu verwechseln. Man kann sie jedoch an mehreren Merkmalen von der grauen Maus unterscheiden: Sie hat ein goldgelbes Fell auf der Oberseite, an Brust und Kehle einen weißen Fleck. Ihr Schwanz ist behaart. Packt sie ein Feind am Schwanz, kann sie fliehen, indem sie ihre Schwanzhaut zurücklässt. Haselmäuse sind geschickte Kletterer. Allerdings sind sie kaum zu entdecken, da sie nachtaktiv sind. Zu ihren Feinden gehören Eulen, Hermeline, Marder, Wiesel, Dachse, Füchse, Katzen und Wildschweine.

Zwar ähnelt die Haselmaus einer Maus, gehört aber zu den Bilchen (Schlafmäusen) und ist verwandt mit Baumschläfer, Gartenschläfer und Siebenschläfer, die in Schleswig-Holstein nicht leben. In einigen Gebieten Schleswig-Holsteins sind Haselmäuse noch verbreitet, vor allem in den Kreisen Ostholstein (Naturpark Holsteinische Schweiz), Segeberg (etwa im Großraum Wahlstedt, wo sie u.a. der Weiterbau der A 20 bedroht) und bei Neumünster. Haselmäuse gibt es auch in Dänemark, England, Italien, der Ukraine und Türkei.

  • Haselmausgerechte Knickpflege (nur kurze Abschnitte auf den Stock setzen, seitlichen Zuwachs nur im Winter schneiden)
  • Höhlenbäume erhalten
  • Neuanlage von Knicks, Aufwertung vorhandener Knicks
  • Verzicht auf Straßenneubau, mehr Grünbrücken bauen
  • Mehr biologische Landwirtschaft bietet mehr Insektennahrung, also...
  • ...Bevorzugung von Bio-Lebensmitteln durch Verbraucher
  • Potenziell geeignete Gebiete naturnah gestalten, Monitoring durch Kästen oder Röhren, Melden von Standorten
  • Spenden für den Naturschutz, Mitarbeit in Naturschutzverbänden

Weitere Informationen:

Albert Holm

Nest einer Haselmaus
Foto: A. Holm

Nest einer Haselmaus (Foto: A. Holm)

Qualmender Materialhaufen auf dem Gelände eines Betriebes in Wahlstedt
30.11.2018, 12.30 Uhr: Qualmender Materialhaufen auf dem Gelände eines Betriebes in Wahlstedt

Unnötige Rauch-, Staub- und Lärmemissionen am städtischen Bahngleis - sattsam eingeatmet und gefürchtet in unserer kleinen "Industriestadt im Grünen".

Dass diese Belastung bald geringer wird, bleibt zunächst ein frommer Wunsch.

Denn: Bei der Niedertemperatur-Asphalt-Produktion streben Abgase wohl n o c h unwilliger in den Schlothimmel, oder?

Aber: Bildet euch selbst eine Meinung...

Dieses meint die INITIATIVE WAHLSTEDT

Countdown läuft Beitrag aufrufen: https://xn--brgerprotest-asphaltmischwerk-wahlstedt-0be.de/countdown-laeuft/ Viele Grüße Bürgerinitiative Asphaltmischwerk Wahlstedt

Asphaltmischwerk

Junger Haussperling
  • …dass der Zweckverband Mittelzentrum Bad Segeberg-Wahlstedt gerade einen neuen Flächennutzungsplan aufstellt?
  • …dass darin insgesamt 100 ha der Stadt Wahlstedt in den kommenden Jahren zur Bebauung vorgesehen sind?
  • …dass ein neues Gewerbegebiet von ca. 30 ha im Süden Wahlstedts entstehen soll?
  • …dass das bestehende Gewerbegebiet am Bahnhof vergrößert werden soll?
  • …dass Sie bis zum 30.07.2025 eine Stellungnahme dazu abgeben können?

Weitere Informationen:

  • Der Vorentwurf des Flächennutzungsplanes steht ab sofort und bis einschl. 30.07.2025 online zur Einsichtnahme bereit:

https://zvm-badsegeberg-wahlstedt.de/Bauleitplanung/Aktuelle-Bauleitplanverfahren

Junge Amsel (Fotos: A. Holm)

Aktualisierung:
Wir haben eine Stellungnahme verfasst und übermittelt. Sie ist bei Bedarf bei uns erhältlich.
INITIATIVE WAHLSTEDT

PRESSEMITTEILUNG DES NABU BAD SEGEBERG

„Die Haselmaus gilt als einer der heimlichsten Bewohner Schleswig-Holsteins. Ein winziges Säugetier, das noch nicht viele gesehen haben. Ranken sich um diesen nachtaktiven Kletterkünstler Mythen oder harte Fakten? Stimmt es, dass die Haselmaus niemals den Boden betritt und ihr Leben ausschließlich in luftiger Höhe verbringt? Ist es wahr, dass dieser kleine Nager mehr als ein halbes Jahr quasi unentdeckbar im Tiefschlaf verbringt und damit den Großteil des Jahres verschläft? Und wenn sie so anspruchsvoll und schwer zu entdecken ist - wie passt es damit zusammen, dass sie ausgerechnet die Gebüsche entlang von Autobahnen zu bevorzugen scheint? Wie steht es überhaupt im Land um die europaweit streng geschützte Art – ist sie häufig oder eher kurz vorm Verschwinden?

Björn Schulz von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein lüftet einige Geheimnisse um dieses faszinierende Tier. Erfahren Sie im Vortrag, welche überraschenden Wahrheiten sich hinter diesen Fragen verbergen und wie auch Sie dabei helfen können, mehr Wissen über die Haselmaus zu generieren.

Eingeladen sind unsere Mitglieder und Interessierte, der Vortrag ist kostenlos.

Für Rückfragen:

Christoph Kröger, NABU Bad Segeberg, christoph.kroeger@nabu-badsegeberg.de

oder 04553 895 322328

Im Internet zu finden unter www.NABU-BadSegeberg.de“

Kröte am Streemweg, 2023 (Fotos: A. Holm)

Die Lübecker Nachrichten berichten (15./16.06.25, S. 6) über einen weiteren dramatischen Rückgang des Amphibienbestandes im Norden. Dies ergibt sich aus alljährlichen Zählungen des NABU an Amphibienschutzzäunen. Als Gründe für das Voranschreiten der Dezimierung werden genannt:

Der NABU Hamburg gibt an, dass ehrenamtliche Helfer in diesem Frühjahr 7472 Amphibien retten konnten. Dadurch lasse sich die erneute Negativbilanz nachvollziehen. So seien in Bergedorf seit dem Jahr 2020 die gezählten Tiere von 1900 Exemplaren auf gegenwärtig 127 zurückgegangen. In Schnelsen sank in diesem Zeitraum die Zahl von 2564 auf 995, in Harburg von 314 auf 23.

Besonders der Grasfrosch sei in Hamburg mittlerweile – wie die meisten Amphibienarten – gefährdet. Seine Zahl hat sich an den Schutzzäunen seit 2020 sogar halbiert.

Irm Hermans-Borgmayer (NABU-Fachgruppe Amphibien/Reptilien) äußert die Sorge:

„Es ist zu befürchten, dass die Amphibien in manchen Gebieten Hamburgs bald ganz verschwinden, wenn sich die negativen Trends nicht ändern.“

Erfreulich sei die jedoch Nachricht, dass im Niendorfer Gehege mehr Erdkröten als im Vorjahr gerettet werden konnten. ---

Weitere Informationen:

Rote Liste Amphibien Fassung, Dez. 2019 (Datenstand 31. Dez. 2017), für Schleswig-Holstein

Amphibien - NABU Schleswig-Holstein

 Von den ca. 500.000 km Fließgewässer in Deutschland befindet sich nur ein kleiner Teil in gutem Zustand. Viele Gewässer sind verunreinigt durch Müll, Pestizide, Nitrat, PFAS Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) usw.

Gewässer bilden die Lebensgrundlage für das Leben auf dem gesamten Planeten.

Im kostenlosen Download erhalten Sie den WASSERATLAS 2025, der zeigt, wie es um den globalen Zustand unseres Wassers steht:

www.bund.net/wasseratlas

Schon häufiger berichteten wir über Klimawandel, Umweltverschmutzung und schwindende Biodiversität. Auch im Fokus hatten wir die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die Deutschland nicht einhalten konnte und nach Fristverlängerung voraussichtlich verfehlen wird.

Nun veröffentlichte DER SPIEGEL (Nr. 23/31.05.2025, S. 70) eine Kurzmeldung über einen Teil  des Marmarameeres an der türkischen Küste.

Die Weltrekordhalterin im Apnoetauchen (Sahika Erkümen, 40) protestierte gegen das „Ersticken der Meere“, indem sie vor  Balikesir  in einen „bis zu 30 Meter unter die Wasseroberfläche reichenden Schleimteppich“ tauchte.

Als Ursachen für den Zustand des Meers werden genannt: Abwässer, zu hohe Temperaturen und mangelnde Zirkulation, die weiteres Leben verdrängen.

Nach ihrem Tauchgang kommentierte Erkümen: „Die Meere schreien um Hilfe.“

Windgepeitschtes Wasser (A. Holm)