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Was jeder von uns selbst tun kann

Diese „Großen Fünf“ sind laut Aussage des Umweltbundesamtes (UBA) die größten Klimakiller: Energiewirtschaft (254 Mill.Tonnen CO2), Industrie (188 Mill. Tonnen), Verkehr (163 Mill. Tonnen), Gebäudesektor (122 Mill. Tonnen) und Landwirtschaft.  Zusammen sind sie für ca. 99 Prozent unseres deutschen Kohlendioxid-Ausstoßes verantwortlich.

Pro Kopf haben die Deutschen in 2019 8,6 Tonnen CO2 ausgestoßen. Der globale Durchschnitt liegt bei 4,8 Tonnen.

  • Was wir alle selbst tun können, um unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wurde inzwischen in den Medien ausführlich diskutiert. Da lohnt es durchaus, anhand eigener Erfordernisse und Möglichkeiten abzuwägen, was der Geldbeutel erlaubt. Nicht alle Schritte können sofort umgesetzt werden. Hier einige Beispiele in Stichworten.
  • Heizung runterdrehen
  • Ökostrom nutzen
  • Gut dämmen
  • Strom sparen
  • Warmwasser sparen
  • Kleidung länger tragen
  • Gemeinsamen Gerätepool nutzen
  • Lebensmittel retten
  • Autofreie Mobilität
  • Unverpackt-Einkäufe
  • Saisonale Regionalkost bevorzugen
  • Weniger Tierprodukte konsumieren
  • Lokalen Handel unterstützen
  • Bio-Lebensmittel  bevorzugen
  • Ökobank suchen
  • Bahnfahrten/ÖPNV nutzen
  • Wald-/Blühwiesen-Patenschaften
  • Spenden an Naturschutzverbände

Mehr:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/klima-und-luft/klimawandel/06740.html

„ … Schon in 30 Jahren herrschen in deutschen Metropolen Bedingungen wie am Mittelmeer. Was müssen wir tun, damit ein angenehmes Stadtleben überhaupt noch möglich ist?

…Eine Kleingartenanlage in Berlin soll weg. Die Betroffenen wehren sich, die Kolonie ist eine wichtige Frischluftschneise. Das bestätigt Klimaexperte Dr. Fritz Reusswig.

...Auch in der Boom-Metropole München wird der Wohnraum immer knapper… Die Stadt der Zukunft, wie kann sie aussehen? In den Millionen-Metropolen der Welt… gibt es dazu bereits manche kreative Idee… Dabei können auch kleinere Projekte wie Biotope oder der eigene Garten das Klima verbessern. Es müssen nur genug Menschen mitmachen…“

Mehr: (ZDF, TERRA-EXPRESS, 25.10.2020, 18:25 – 18:55, 30 Min.)

https://www.fernsehserien.de/terra-xpress/sendetermine/zdf/25.10.2020-18:25-Uhr

„Ein Blick auf die Jahreswerte des Deutschen Wetterdienstes zeigt eindrücklich, wie die Klimaerwärmung immer weiter voranschreitet. Die mittleren Temperaturen in Deutschland sind seit dem späten 19. Jahrhundert bereits um 2,0 °C angestiegen. Das ist nicht untypisch für Landgebiete.

Beim Blick auf diese Daten erstaunt es, dass der Deutsche Wetterdienst noch im Januar von nur 1,6 Grad Erwärmung seit 1881 sprach; im November 2019 sprach der Monitoringbericht der Bundesregierung von 1,5 Grad seit 1881…“ (Quelle: Stefan Rahmstorf, u.a. Klimatologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung; Zeitschrift Spectrum, 22.10.2020)

Einzelheiten:

(Aber leider nicht in Wahlstedt)

„In einem Wäldchen, dort, wo die Muffatstraße ins Lindental führt, lebt die kleine Haselmaus. Und sie macht Probleme. Denn weil sie dort haust, muss nun ein Bauplanungsverfahren eingestellt werden. Der Grundeigentümer soll dafür jetzt an anderer Stelle bauen dürfen…“

(Passauer Neue Presse, 23.10.2020)

http://bürgerpark-wahlstedt.de/?fbclid=IwAR3ei-4LvETVY5cJsWrWVTOLes3QUGHfybn8UbQMqZKMB27easMv0bOcWfg

Unser Kommentar:

Mit dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) steht Wahlstedt ein in anderen Städten bewährtes Instrument zur Verfügung, die Bürger in die Planung und Weiterentwicklung der Stadt einzubeziehen und Fördergelder zu erhalten.

Im Vorfeld wurde mündlich durch den Bürgermeister (vgl. Protokoll der Sitzung des Hauptausschusses am 18.06.2019) Bürgerbeteiligung im Sinne des ISEK (s.o.) angekündigt. Doch beim „Bebauungsplan Nr. 11 – Im Streem“ sollten die Bürger dann anscheinend doch nicht im Vorwege an der Planung beteiligt werden, sondern die Politiker gaben mit ihrer Mehrheit in der Stadtvertretung die Marschrichtung vor. So wurde ein alternativer Antrag der Partei DIE GRÜNEN (siehe dort) abgelehnt.

Konfliktpunkte dieser Planung wie z.B. die Anbindung dieses riesigen Baugebietes über eine einzige Straße, die Dorfstraße, werden nicht öffentlich diskutiert. Belange wie Umwelt- und Naturschutzaspekte lagen bei der „frühzeitigen  Bürgerbeteiligung“ noch nicht vor.

Echte Mitbestimmung sieht anders aus. Sie beginnt nicht erst bei der Auslegung der fertigen Pläne!

AUFRUF AN DIE WAHLSTEDTER BÜRGER

Setzen auch Sie sich für einen Bürgerpark im Streem ein, wo fast alle Stadtvertreter ein neues großes Wohngebiet errichten wollen. Noch mehr Lebensraum für Pflanzen und Tiere und noch mehr extensive Landnutzung sollen vernichtet werden, noch mehr Verkehr soll über die sanierte Dorfstraße geleitet werden.

Wahlstedt braucht Millionen von Euro, um ein neues Industriegebiet am Bahnhof aus dem Boden zu stampfen - und ganz nebenbei sollen gleichzeitig fast alle Kinderspielplätze im gesamten Stadtgebiet abgeschafft werden.

Wahlstedt soll wachsen – aber wohin? Und um welchen Preis? Was ginge verloren? Und schließlich: Wer trägt die Kosten?

FÜR EINEN BÜRGERPARK!

Die nächste Stadtvertretersitzung findet am 26.10.2020 statt.

Nachtrag vom 29.10.2020:

Nach Presseberichten über die entsprechende Ausschuss-Sitzung und darauffolgenden Protesten in den Sozialen Medien beeilten sich unsere Stadtvertreter, in einem einmütigen Beschluss die Entscheidung der Spielplatz-Schließungen zurückzunehmen.

Eine so blitzartige und positive Entscheidungsfreude hätten viele betroffene Bürger sich bei anderen Belangen ebenfalls gewünscht!

www.initiative-wahlstedt.de

„Wälder sind Erholungsorte und helfen gegen Klimaerwärmung, Erosion, Trockenheit und Artensterben. Nur wie viele Bäume braucht es dafür? Die Wissenschaft erforscht, was ein Miniwald zum Natur- und Klimaschutz beträgt…“

( Ca. 6 Minuten; verfügbar bis 26.09.2021)

https://www.ardmediathek.de/daserste/video/w-wie-wissen/miniwald-fuer-klima-und-natur-deshalb-sind-auch-kleine-waelder-wichtig/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3cgd2llIHdpc3Nlbi8zYTViYzc3OC0zOWRlLTQ2NjktOGJmOS1mNDEzNmI3ZWU1MTk/

Unser Kommentar:

Hier finden unsere Lokalpolitiker prima Anregungen, wenn sie sich jetzt z.B. wieder mit dem Bebauungsplan Nr. 34 (Dr.-Hermann-Lindrath-Straße) in nicht öffentlicher Sitzung befassen.

Die BI hat am 16. September eine neue fachliche Stellungnahme und einen weiteren Rundbrief veröffentlicht.

Informative Lektüre für alle Bürger, die meinen, das Thema sei längst vom Tisch.