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„Die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands bestätigt, dass bald die Hälfte der heimischen Brutvogelarten bedroht ist. Trotz vielfältiger Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen, ist keine Trendumkehr beim Bestandsrückgang erkennbar.“

„…43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und gilt als bedroht…“


…Vor allem in der (halb-)offenen Agrarlandschaft ist der anhaltende und dramatische Bestandsrückgang fast aller Brutvogelarten nicht gestoppt…“

Mehr: (Stand: 28.06.2021)

https://www.nabu.de/news/2021/06/30195.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=210702+NABU-News

„Die größten deutschen Umweltorganisationen und Kampagnenplattformen haben sich zusammengeschlossen, um die anstehende Bundestagswahl zur Klimawahl zu machen.

Unter dem Titel "Klima-Pledge: Meine Stimme für die Zukunft" wollen 13 Organisationen, darunter Fridays For Future, Campact, NABU, WWF, BUND, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, GermanZero, Klima-Allianz, Naturfreunde, Umweltinstitut München, Together for Future und Avaaz, die Parteien zu überzeugender Klimapolitik verpflichten…

Dabei zählten nicht nur verschärfte Langfrist-Ziele, sondern vor allem ganz konkrete Maßnahmen auf einem völlig neuen Ambitionsniveau…

…Mit der Kampagne geben hunderttausende Bürgerinnen und Bürger das Versprechen ab, bei der Bundestagswahl die Partei zu unterstützen, die sich aus ihrer Sicht am überzeugendsten für Klimaschutz einsetzt…“

Mehr:

https://www.presseportal.de/pm/64126/4912493

Sendung verpasst? Ein umfassender Überblick über das Befinden des Patienten ERDE. Er hinterlässt Demut, Furcht und Hoffnung.

 „…Landwirtschaftliche Nutzflächen überziehen große Teile der Erdoberfläche mit geometrischen Mustern, Megastädte wuchern über schier endlose Flächen, vielspurige Straßen winden sich selbst durch Hochgebirge und Wüsten. Dazwischen die Zeugen unserer Ausbeutung der Erde, gewaltige Erz-und Kohleminen, Raffinerien, Industrieanlagen und Containerhäfen. Die sogenannte Technosphäre, die von Menschen hergestellten Dinge, wiegt mittlerweile mehr als die Gesamtheit aller Tiere und Pflanzen….

…Der Dokumentarfilm…, in dem internationale Wissenschaftler wie Sir Robert Tony Watson, William L. Steffen, Tim Flannery und viele andere zu Wort kommen, erzählt davon, wie wir wurden, was wir sind, was wir zu verlieren haben, aber auch, was wir bewahren können. Der Film lädt zu einer Reise durch mehrere Kontinente und rund 10 000 Jahre Menschheitsgeschichte ein…“

Mehr: (Dokumentation, D 2020; 1 Std. 43 Min; verfügbar bis 21.12.2030)

https://www.3sat.de/wissen/terra-x/anthropozaen-106.html

Wieder zwei Veteranen gefallen…

In der Poststraße standen auf einem innerörtlichen Knick gegenüber den neu errichteten Seniorenwohnungen einige schöne sehr alte Bäume. Vermutlich zählten sie zu den ältesten Bäumen Wahlstedts.

Häufig parkten dort Fahrzeuge auf dem schrägen, unbefestigten Knickfuß unmittelbar auf dem Wurzelwerk dieser Bäume. Parkraumnot herrscht hier nicht, weil in unmittelbarer Nähe genügend Plätze vorhanden sind.

In Sorge um den Erhalt der Bäume meldeten Bürger darum dem Ordnungsamt immer wieder diese Verstöße gegen das Naturschutzgesetz und regten in verschiedenen Sitzungen der politischen Ausschüsse an, das Parken durch einige große Findlinge zu verhindern. Leider geschah hier aber lange nichts, obwohl der Stadt die naturschutzrechtliche Pflege der innerörtlichen Knicks obliegt. Weiterhin wurde im Bereich der Knicks geparkt. Auch Lieferwagen und LKW duldete die Stadt hier, selbst während der gesamten Bauphase der Seniorenanlage.

Nach Fertigstellung der Wohnanlage blieben die Bäume zunächst erhalten. Aber kürzlich  entdeckten wir, dass man zwei Bäume gefällt hatte. Später wurde der Knickbereich endlich durch große, weiß bemalte Feldsteine abgesperrt – viel zu spät für die abgeholzten Veteranen.

Und im nicht versperrten Bereich dieses Knicks parken jetzt schon wieder Fahrzeuge.*)

Vielleicht ist ja nun sogar geplant, diese Fläche durch Neuanpflanzung zu verschönern. Das wäre natürlich schon vorher möglich gewesen.  Mit liebevoller Pflege in den vorangegangenen Jahren hätten die Veteranen bestimmt noch lange überlebt, ohne der „Verkehrssicherungspflicht“ zum Opfer zu fallen.  

Schade, dass so immer mehr städtisches Grün vernichtet und kaum Ehrgeiz entwickelt wird, nachhaltiges Straßenbegleitgrün zu fördern, wie wiederholt angeregt. Viele andere Städte und Gemeinden beweisen, dass dies möglich ist, obwohl Leitungen und Rohre im Untergrund liegen.

Auf die beschriebene Weise könnte man wenigstens in Trippelschritten an einigen Stellen in unserer Stadt einen Beitrag für Klimaschutz, Naturschutz und biologische Vielfalt leisten.

Sollten diese Anstrengungen vielleicht auf eine kleine Streuobstwiese auf dem Schulgelände beschränkt bleiben?

Welcher Wert innerstädtischen Knicks und Grünflächen in Wahlstedt zugemessen wird, lässt sich an vielen Orten unserer Stadt dokumentieren:

  • Während der Bauarbeiten am neuen Pflegezentrum zwischen Rendsburger Straße und Dorfstraße bedurfte es wiederholter hartnäckiger Forderungen von Bürgern im Rathaus, bis man sich bequemte, wenigstens einige der alten, unter Schutz stehenden Alleebäume vor Beschädigungen durch den LKW-Anlieferverkehr notdürftig zu schützen.
  • Der Knick im Bereich des Fußwegs zwischen Helen-Keller-Schule und Sportplatz wurde entfernt, ebenso ein Knickwall am Bahnhof sowie in der Holsteinstraße ein besonders hochwertiger Knick, dort wurde nicht einmal die 3. Änderung des B-Plans abgewartet. Auch wurden keine Maßnahmen zum Schutz der Haselmaus ergriffen.
  • Nichts hindert Autofahrer daran, städtische Rasenflächen zum Parken zu nutzen, wie z.B. im Hasselkamp oder neben dem Schützenheim.
  • Gefällte Straßenbäume werden nicht ersetzt, obwohl sie laut B-Plan vorhanden sein müssten, z.B. in der Holsteinstraße, auf der Hofkoppel.
  • Grünflächen verschwinden unter zentimeterdicken Mulchschichten.
  • Straßen in Wohngebieten werden ohne Straßenbegleitgrün geplant, z.B. Im Holt, Im Eichengrund, Am Bucheneck, im Neubaugebiet Tütenmoor.
  • Selbst bei kürzlichen B-Plan-Änderungen wurde das nicht einmal erwogen. Die früher bestehende Heckenpflicht im Bereich Rüßweg/Elmhorst beispielsweise wurde abgeschafft.
  • Wahlstedt hat keinen Grünordnungsplan, und es gibt hier keine Überlegungen und Maßnahmen, wie man die Klimafolgen, die durch Überhitzung entstehen, abmildern kann.
  • Sogar eine wertvolle Nahrungspflanze für Hummeln, die prächtige Kartoffelrosenhecke am Sportplatzzaun, wurde ersatzlos gerodet.
  • Und Radlader entfernten schon vor geraumer Zeit vorsorglich am Streemweg Teile des Knickfußes, um den Sandweg zu verbreitern. 
  • Während man bei Bauvorhaben z.B. in Westerrade insekten- bzw. fledermausfreundliche  Straßenbeleuchtung festlegte, so verzichtete Wahlstedt darauf mit der Begründung, man habe dies ja vorher anderswo im Ort auch nicht gemacht.
  • Ausgleichsmaßnahmen, welche die Stadt für Baumaßnahmen treffen muss, werden weit außerhalb der Stadt in Klein Gladebrügge vorgenommen.

Respektvoller Umgang mit klimatisch und biologisch wichtigen Ausgleichsflächen innerhalb der Stadt? Das hat in unserer „Kleinen Industriestadt im Grünen“ keine Priorität.

Davon gibt es doch genug anderswo!

  • Auch Ihnen sind ähnliche Beispiele in Wahlstedt aufgefallen?
  • Bitte ergänzen Sie unsere Aufzählung.

*) AKTUALISIERUNG VOM 22.05.2021

Großes Lob für die Arbeiten in der Poststraße: Die Stadt hat die "Parklücke" am Knick gegenüber der Senioren-Wohnanlage durch weitere weiß bemalte Feldsteine verkleinert.

Die große Vogelzählung, immer am zweiten Mai-Wochenende

Fütterung eines jungen Stars

"Vögel in der Nähe beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei tolle Preise gewinnen – all das vereint die „Stunde der Gartenvögel“.

Jedes Jahr am zweiten Maiwochenende sind alle Naturliebhaber*innen aufgerufen, Vögel zu notieren und zu melden. Die 16. Auflage der Aktion hat 2020 alle Rekorde gebrochen, erstmals nahmen über 150.000 Vogelfreund*innen teil. Die nächste Zählrunde findet vom 13. bis 16. Mai 2021 statt. Bis 24. Mai kann man seine Ergebnisse noch bei uns melden..."

Mehr:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=210423+NABU-Aktion

Für wirksamen Klima- und Naturschutz brauchen wir Platz für die Artenvielfalt … auch im Kleinen. Daher sollte jeder Agrarbetrieb, jedes Unternehmen, jede Kommune und jeder Privatgarten mindestens ein Zehntel seiner Fläche der Natur zur Verfügung stellen. Dies sollte ein Beitrag von uns allen sein  –  und eine Grundbedingung für alle, die mit Steuergeld subventioniert werden.

Helge May, Naturschutz heute(NABU), Herbst 2020, S.8

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einiger Zeit gibt es eine technische Störung auf unserer Website, die zunächst unbemerkt blieb, aber in Kürze behoben sein wird. Wir bitten um Entschuldigung und Verständnis dafür, dass wir deshalb auf Ihre/Eure zahlreichen Zuschriften nicht reagieren konnten.

Wir schließen mit einem Zitat aus dem BERLINER TAGESSPIEGEL (14.03.21):

„Anti-Transparenz -  Wenn Datenschutz zur Ausrede wird…

…Datenschutz, das ist der Alarm von links, wenn Antiterrorgesetze verabschiedet werden oder der Bundesnachrichtendienst seine Internetsaugmaschine anwirft. Datenschutz, das ist aber zunehmend auch das Argument eines konservativen Lagers, wenn es gilt, Affären aufzuklären oder Transparenz in Politik und Verwaltung herzustellen.

Oben, im Kanzleramt, hat man das prima kapiert. Bei immer mehr Daten, die dort von öffentlichem Interesse sind, fällt es auf, dass es, und sei es um zwei Ecken, personenbezogene Daten sind…“

Kommt Ihnen/Euch das bekannt vor?

Wir grüßen alle Interessenten recht herzlich.

Wahlstedt, den 18. März 2021   

Ihre/Eure  INITIATIVE WAHLSTEDT          

Der Verhaltensbiologe Christopher Templeton (Pacific University, Forest Grove, US-Staat Oregon) hat die Auswirkungen von Lärm auf das Lernverhalten von Zebrafinken untersucht.

Ergebnisse: Beschallung mit Verkehrslärm führte dazu, dass die Versuchstiere bei der Futtersuche doppelt so lange brauchten wie die der Vergleichsgruppe. Sie brauchten zudem die doppelte Zeit, die Funktion eines Futterspenders zu durchschauen. Schließlich schnitten die lärmgestressten Tiere sehr schlecht ab bei der Aufgabe, den Artgenossen der Vergleichsgruppe Strategien zur Futterbeschaffung abzugucken.

Dass Lärm unsere Konzentrations- und Lernfähigkeit beeinträchtigt, kennen wir alle aus eigener Erfahrung. Lärm entwickelt sich zu einer steigenden Umweltbelastung. Gründe: Industrielle Weiterentwicklung, verdichtete Infrastruktur, Krach durch Straßen-, Wasser- und Luftverkehr.

Welche Ausmaße Lärm auf die Tierwelt im Wasser hat, beweisen auch Hunderte Forschungsarbeiten, wie das Fachblatt Science kürzlich berichtete: 80 Prozent der Studien zeigten bei Fischen und Quallen deutliche Schäden durch Lärm, bei Säugern gar bis zu 94 Prozent.

Der Zoologe Adam Brent (University of Cambridge) stellte besonders heraus, dass selbst Wirbellose durch Krach geschädigt werden. Bei Grillen z.B. beeinträchtige der Lärm oft das Finden optimaler Geschlechtspartner und damit das Entstehen vitaler Nachkommen. Auch Templeton berichtet über entsprechende Misserfolge, und zwar bei der Partnerwahl verschiedener Vogelarten.

Geforderte Konsequenzen, die auch dem Menschen dienen könnten: Mehr Ruhe für alle Lebewesen, weniger Straßenverkehr, mehr Lärmschutz, leisere Reifen, schallschluckende Straßenbeläge.

(Quelle: DER SPIEGEL 9/27.02.2021, S. 98)

UNSER KOMMENTAR:

Ergänzend zu den oben genannten Konsequenzen fordern geplagte Menschen die angemessene Berücksichtigung nachbarschaftlicher Belange bei der Verkehrsplanung sowie bei der Ansiedlung/Erweiterung von Industriebetrieben, z.B. Asphaltmischwerken, Kieswerken, Steinbrechanlagen.

Entsprechendes gilt natürlich auch für zumutbare Staub- und Geruchsbelastungen sowie Lichtemissionen (Insekten- und Fledermausschutz).

  • Müllberge mit Asbest; Filterstaub, Verbrennungsrückstände, Schlacke (ca. 40.000 t Abfälle)
  • Stark erhöhte Schwermetallanteile im Abwasser (Blei: 10fach, Cadmium: 8fach)
  • Abfließen in die Landschaft, da keine Kläranlage
  • Unklare Zuständigkeiten…

Mehr:

(ARD 20.01.2021, ca.28 Min)

https://www.ardmediathek.de/mdr/video/exakt-die-story/sanieren-oder-riskieren-alte-deponien-und-belastete-boeden/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9kM2E5NGU3My1mZTM0LTQyOWQtYjQxNi1mNGI5MTU2OWE0YTY/