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Für wirksamen Klima- und Naturschutz brauchen wir Platz für die Artenvielfalt … auch im Kleinen. Daher sollte jeder Agrarbetrieb, jedes Unternehmen, jede Kommune und jeder Privatgarten mindestens ein Zehntel seiner Fläche der Natur zur Verfügung stellen. Dies sollte ein Beitrag von uns allen sein  –  und eine Grundbedingung für alle, die mit Steuergeld subventioniert werden.

Helge May, Naturschutz heute(NABU), Herbst 2020, S.8

Liebe Leserinnen und Leser,

seit einiger Zeit gibt es eine technische Störung auf unserer Website, die zunächst unbemerkt blieb, aber in Kürze behoben sein wird. Wir bitten um Entschuldigung und Verständnis dafür, dass wir deshalb auf Ihre/Eure zahlreichen Zuschriften nicht reagieren konnten.

Wir schließen mit einem Zitat aus dem BERLINER TAGESSPIEGEL (14.03.21):

„Anti-Transparenz -  Wenn Datenschutz zur Ausrede wird…

…Datenschutz, das ist der Alarm von links, wenn Antiterrorgesetze verabschiedet werden oder der Bundesnachrichtendienst seine Internetsaugmaschine anwirft. Datenschutz, das ist aber zunehmend auch das Argument eines konservativen Lagers, wenn es gilt, Affären aufzuklären oder Transparenz in Politik und Verwaltung herzustellen.

Oben, im Kanzleramt, hat man das prima kapiert. Bei immer mehr Daten, die dort von öffentlichem Interesse sind, fällt es auf, dass es, und sei es um zwei Ecken, personenbezogene Daten sind…“

Kommt Ihnen/Euch das bekannt vor?

Wir grüßen alle Interessenten recht herzlich.

Wahlstedt, den 18. März 2021   

Ihre/Eure  INITIATIVE WAHLSTEDT          

Der Verhaltensbiologe Christopher Templeton (Pacific University, Forest Grove, US-Staat Oregon) hat die Auswirkungen von Lärm auf das Lernverhalten von Zebrafinken untersucht.

Ergebnisse: Beschallung mit Verkehrslärm führte dazu, dass die Versuchstiere bei der Futtersuche doppelt so lange brauchten wie die der Vergleichsgruppe. Sie brauchten zudem die doppelte Zeit, die Funktion eines Futterspenders zu durchschauen. Schließlich schnitten die lärmgestressten Tiere sehr schlecht ab bei der Aufgabe, den Artgenossen der Vergleichsgruppe Strategien zur Futterbeschaffung abzugucken.

Dass Lärm unsere Konzentrations- und Lernfähigkeit beeinträchtigt, kennen wir alle aus eigener Erfahrung. Lärm entwickelt sich zu einer steigenden Umweltbelastung. Gründe: Industrielle Weiterentwicklung, verdichtete Infrastruktur, Krach durch Straßen-, Wasser- und Luftverkehr.

Welche Ausmaße Lärm auf die Tierwelt im Wasser hat, beweisen auch Hunderte Forschungsarbeiten, wie das Fachblatt Science kürzlich berichtete: 80 Prozent der Studien zeigten bei Fischen und Quallen deutliche Schäden durch Lärm, bei Säugern gar bis zu 94 Prozent.

Der Zoologe Adam Brent (University of Cambridge) stellte besonders heraus, dass selbst Wirbellose durch Krach geschädigt werden. Bei Grillen z.B. beeinträchtige der Lärm oft das Finden optimaler Geschlechtspartner und damit das Entstehen vitaler Nachkommen. Auch Templeton berichtet über entsprechende Misserfolge, und zwar bei der Partnerwahl verschiedener Vogelarten.

Geforderte Konsequenzen, die auch dem Menschen dienen könnten: Mehr Ruhe für alle Lebewesen, weniger Straßenverkehr, mehr Lärmschutz, leisere Reifen, schallschluckende Straßenbeläge.

(Quelle: DER SPIEGEL 9/27.02.2021, S. 98)

UNSER KOMMENTAR:

Ergänzend zu den oben genannten Konsequenzen fordern geplagte Menschen die angemessene Berücksichtigung nachbarschaftlicher Belange bei der Verkehrsplanung sowie bei der Ansiedlung/Erweiterung von Industriebetrieben, z.B. Asphaltmischwerken, Kieswerken, Steinbrechanlagen.

Entsprechendes gilt natürlich auch für zumutbare Staub- und Geruchsbelastungen sowie Lichtemissionen (Insekten- und Fledermausschutz).

  • Müllberge mit Asbest; Filterstaub, Verbrennungsrückstände, Schlacke (ca. 40.000 t Abfälle)
  • Stark erhöhte Schwermetallanteile im Abwasser (Blei: 10fach, Cadmium: 8fach)
  • Abfließen in die Landschaft, da keine Kläranlage
  • Unklare Zuständigkeiten…

Mehr:

(ARD 20.01.2021, ca.28 Min)

https://www.ardmediathek.de/mdr/video/exakt-die-story/sanieren-oder-riskieren-alte-deponien-und-belastete-boeden/mdr-fernsehen/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy9kM2E5NGU3My1mZTM0LTQyOWQtYjQxNi1mNGI5MTU2OWE0YTY/

„ …Das Jahr 2020 ist in Deutschland mit einer Jahresmitteltemperatur von 10, 4 Grad Celsius (°C) das zweitwärmste Jahr seit Beginn flächendeckender Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.

Geringfügig wärmer war nur das Jahr 2018 mit 10,5 °C gewesen. Auf den folgenden Plätzen liegen mit knappem Abstand 2019 und 2014 mit jeweils 10,3 °C. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.

Tobias Fuchs, Klima-Vorstand des DWD: „Das sehr warme Jahr 2020 darf uns nicht kalt lassen. Die wissenschaftlichen Klimafakten des nationalen Wetterdienstes sind alarmierend. Klimaschutz ist das Gebot der Stunde. Wir müssen jetzt handeln."

Dies unterstrichen auch weitere Klimadaten des DWD: So seien hierzulande neun der zehn wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert beobachtet worden, davon die vier wärmsten Jahre in der zurückliegenden Dekade 2011-2020. Diese Dekade war zugleich die wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Kennzeichnend für das vergangene Jahr war zudem: 2020 war sehr sonnenscheinreich und das Dritte zu trockene Jahr in Folge…“

(Stand: 30.12.2020)

Mehr:

https://www.dwd.de/DE/presse/pressemitteilungen/DE/2020/20201230_deutschlandwetter_jahr_2020_news.html?nn=16210

Klimaneutral leben im Alltag – was kann ich selbst tun?

„…Je nach Lebensstil kann der persönliche CO2-Fußabdruck sehr unterschiedlich sein. Die wichtigsten Stellschrauben liegen im Bereich Mobiliät, Wohnen und Ernährung. Mit dem aktualisierten CO2-Rechner können Sie Ihren persönlichen Abdruck berechnen und erfahren, wie wir alle weniger CO2 im Alltag verursachen können…“

„…Mit dem UBA-CO2-Rechner können Sie selbst Ihren persönlichen CO2-Ausstoß ermitteln. Er enthält neben den oben genannten noch zwei weitere Bereiche: Konsum und öffentliche Infrastruktur, zum Beispiel Emissionen durch Verwaltung oder im Bildungswesen…“

Einzelheiten verrät die aktualisierte Seite (Oktober 2020) des Umweltbundesamtes (UBA). Ein Film veranschaulicht die Fakten:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klimaneutral-leben-im-alltag

(Aber leider nicht in Wahlstedt)

„In einem Wäldchen, dort, wo die Muffatstraße ins Lindental führt, lebt die kleine Haselmaus. Und sie macht Probleme. Denn weil sie dort haust, muss nun ein Bauplanungsverfahren eingestellt werden. Der Grundeigentümer soll dafür jetzt an anderer Stelle bauen dürfen…“

(Passauer Neue Presse, 23.10.2020)