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„Ahnungsvolle Düfte“ streiften wieder einmal das Land im Wonnemonat Mai 2022. So auch heute. Verbranntes Kunststoffmaterial in Wahlstedt? Schon früher ein Erlebnis besonderer Art. Erklärungsversuche aus Bürgermund:

* „Handelt es sich hier eventuell um thermische Verwertung von Plastik in einem Werk?“

* „Sind das womöglich Emissionen des Asphaltmischwerks?“

* „Riecht vielleicht der Methanschlupf des Blockheizkraftwerkes wie geschmolzenes Plastik?“

* „Ist ein kunststoffverarbeitender Betrieb der Verursacher?“

* „Wird da vielleicht mit Kunststoff verunreinigtes Recyclingglas eingeschmolzen?“

Eine seinerzeit eigens angereiste Geruchsexpertin des LLUR vermutete, es könne sich um Düfte aus einer Kaffeerösterei im Industriegebiet handeln.

Zuschrift eines Bürgers, der es genau zu wissen glaubte, an die Bürgerinitiative “Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt“:

„Wartet noch einige Tage ab, bis die Ardagh Glashütte ihren sogenannten Vorwärmer in Betrieb nimmt bzw. in den vollkontinuierlichen Produktionsablauf einbezieht. Funktionsbedingt werden durch diesen Erwärmungsprozess Gase und Gerüche freigesetzt, welche über den Fabrikschornstein der Umwelt zugeführt werden. Auch dieser Dunst wird nicht nur im näheren Umfeld des Verursachers wahrnehmbar sein, sondern je nach Windrichtung und -stärke entferntere Stadtteile belästigen. Die Anlage war 2020 schon einmal in Betrieb und als Betroffener kenne ich den aus der Glasaufbereitung resultierenden “Gestank“ nur zu gut.

Ein Hinweis im gleichen Jahr beim Kreis Segeberg / LLUR mit der Bitte um Überprüfung brachte kein Ergebnis, weil coronabedingt ein Außendienst nicht stattfinden konnte. Parallel dazu wurde die Anlage im gleichen Jahr außer Betrieb gesetzt, weil ein betriebsbedingter Produktionsablauf den Einsatz nicht erforderte.

Nun zum Wiederanlauf beider Anlagen im Frühjahr wünsche ich mir und allen Mitbürgern Anlagen ohne Dreck und Dunst.“

Wir meinen: Diese Angelegenheit verlangt nach Klärung.

 „In der Impfprävention wie in der Klimapolitik gilt: Das Teuerste, was wir jetzt tun können ist nichts.“ 

Eckart von Hirschhausen  (DER SPIEGEL Nr. 2/08.01.2022, S. 73)

Die Sommerflut 2021 war mit 33 Milliarden Euro allein in Deutschland die teuerste Naturkatastrophe Europas. Damit reiht sich das vergangene Jahr in einen besorgniserregenden Langzeittrend zunehmender Zerstörungen durch Naturkatastrophen ein. Die Sturzfluten in Deutschland und den Nachbarländern waren mit 46 Milliarden Euro die bisher zweitteuerste Naturkatastrophe aller Zeiten.

280 Milliarden Dollar betrugen die Schäden, die in 2021 weltweit durch Stürme, Hochwasser und andere Naturgefahren angerichtet wurden.

„Etliche der extremen Umweltereignisse gehören zu jenen, die durch den Klimawandel häufiger oder schwerer werden“, meint Ernst Rauch, der Chefklimatologe des Versicherungskonzerns MunichRe.

(Quelle: Segeberger Zeitung, 11.01.2022, S.1 u. 7)

 „Die Menschen müssen begreifen, dass sie das gefährlichste Ungeziefer sind, das je die Erde verwüstet hat.“

Friedensreich Hundertwasser  (1928 - 2000), Künstler, Maler, Umweltschützer

Wie die Segeberger Zeitung vom 8. Oktober 2021 berichtet, hat Fahrenkrug einen Naturschutzbeauftragen benannt: Den Diplom-Ingenieur für Landschaftspflege Eckard Wiemer. Vielen Garten-Interessierten ist Herr Wiemer durch die Aktion „Offener Garten“ wohlbekannt durch seinen fachkundig angelegten und liebevoll gepflegten Naturgarten.

Bis zu seinem Ruhestand Ende Juni 2021 war Eckehard Wiemer Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Segeberg. Sein persönlicher Interessenschwerpunkt habe dort auf der „Schaffung naturnaher Lebensräume“ gelegen. Die neu gewonnene Freizeit möchte er mit seiner Frau verstärkt der Natur und Umwelt widmen. (SZ, 08.10.2021, S. 25)

Dem Bürgermeister Reiner Martin hat Wiemer bereits Pflegekonzepte für die Gemeinde vorgestellt, so z.B. die Gestaltung öffentlichen Grüns, das Aufstellen eines Baumkatasters, die richtige Knickpflege, das angemessene Mähen von Straßenrändern, die Vernässung des Fahrenkruger Moores, Pflege von Feuchtgebieten sowie das Schaffen von Blühstreifen für den Artenschutz.

Die INITIATIVE WAHLSTEDT fragt sich: Warum hat unsere Stadt noch immer keine qualifizierte Fachkraft für entsprechende Aufgaben in Wahlstedt? Und aus welchem Grund tagt der Wahlstedter Umweltausschuss so selten, als gäbe es hier keinen Bedarf?

Die Info über diesen Link erreichte uns gestern.

 Sie ruft zum Bürgerbegehren über den von vielen Bürgern gewünschten Bürgerpark in Wahlstedt auf, der an Stelle eines von der Stadt geplanten neuen Baugebietes am Streem errichtet werden könnte.

Hierzu kann jeder Interessierte ab 16 Jahre eine Email an die folgende Adresse schicken:

info@bürgerpark-wahlstedt.de

Weitere Einzelheiten zur Sachlage können auf der Wahlstedter Seite von Bündnis 90/Die Grünen nachgelesen werden.

Informationen zum Thema finden Sie auch auf unserer Website.

„Der NABU-Insektensommer startet in die nächste Runde. Mitmachen ist ganz einfach: Nehmen Sie sich eine Stunde lang Zeit, suchen Sie sich ein grünes Fleckchen und zählen Sie Schmetterlinge und Käfer, Bienen, Wespen oder auch Blattläuse. Eben alles, was sechs Beine hat…

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“ und das in diesem Jahr schon zum vierten Mal. Momentan findet der zweite Zählzeitraum des Insektensommers statt:

Vom 6. bis 15. August können Sie erneut das Summen und Brummen in Ihrer Umgebung entdecken und uns melden. Der Nachmeldezeitraum endet am 22. August 2021. Der Insektensommer ist eine Gemeinschaftaktion von NABU und LBV und ihres gemeinsamen Partners naturgucker.de.“

Mehr:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/index.html

„Die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands bestätigt, dass bald die Hälfte der heimischen Brutvogelarten bedroht ist. Trotz vielfältiger Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen, ist keine Trendumkehr beim Bestandsrückgang erkennbar.“

„…43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und gilt als bedroht…“


…Vor allem in der (halb-)offenen Agrarlandschaft ist der anhaltende und dramatische Bestandsrückgang fast aller Brutvogelarten nicht gestoppt…“

Mehr: (Stand: 28.06.2021)

https://www.nabu.de/news/2021/06/30195.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=210702+NABU-News