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„Die größten deutschen Umweltorganisationen und Kampagnenplattformen haben sich zusammengeschlossen, um die anstehende Bundestagswahl zur Klimawahl zu machen.

Unter dem Titel "Klima-Pledge: Meine Stimme für die Zukunft" wollen 13 Organisationen, darunter Fridays For Future, Campact, NABU, WWF, BUND, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, GermanZero, Klima-Allianz, Naturfreunde, Umweltinstitut München, Together for Future und Avaaz, die Parteien zu überzeugender Klimapolitik verpflichten…

Dabei zählten nicht nur verschärfte Langfrist-Ziele, sondern vor allem ganz konkrete Maßnahmen auf einem völlig neuen Ambitionsniveau…

…Mit der Kampagne geben hunderttausende Bürgerinnen und Bürger das Versprechen ab, bei der Bundestagswahl die Partei zu unterstützen, die sich aus ihrer Sicht am überzeugendsten für Klimaschutz einsetzt…“

Mehr:

https://www.presseportal.de/pm/64126/4912493

Klar, niemand von uns möchte mit seinem Fahrzeug über Sandwege oder holpriges Kopfsteinpflaster rumpeln. Asphaltbelag ist für alle Verkehrsteilnehmer unverzichtbar, solange es keine Alternativen gibt.

Aber welche Umweltbelastungen verursacht die Asphaltproduktion?

  1. Zur Asphaltherstellung wird Wärme gebraucht, die (noch) durch fossile Brennstoffe erzeugt wird (i.d.R. Braunkohlestaub, theoretisch auch durch –teureres- Öl oder Gas).
  2. Wegen des Klimaschutzes (CO2-Reduktion) werden bis 2050 (???) schrittweise andere Technologien entwickelt.
  3. Braunkohleabbau erfolgt im Tagebau, verwüstet ganze Landstriche und  vernichtet historisch gewachsene Siedlungsstrukturen.
  4. Braunkohleverbrennung stellt die umweltschädlichste Form der Wärmeerzeugung dar, denn sie setzt große Mengen Kohlendioxid frei. Außerdem wird dabei Quecksilber in unsere Atemluft abgegeben.
  5. Quecksilber ist ein giftiges, leicht-flüchtiges Schwermetall, das in Braunkohle  vorkommt. Es wird bei einer Vergiftung im Körper (Leber, Milz, Nieren und Gehirn) gespeichert und nur langsam wieder ausgeschieden.
  6. Die Anzeichen einer chronischen Quecksilbervergiftung sind zunächst unspezifische Zeichen wie

    - Müdigkeit
    - Kopf- und Gliederschmerzen
    - Zahnfleischentzündungen, - Zahnlockerung
    - vermehrter Speichelfluss
    - Durchfälle
    - Nierenentzündungen

Später können Anzeichen der Schädigung des Nervensystems dazukommen wie:

    - Muskelzuckungen
    - Stimmungsschwankungen
    - Erregungs- und Angstzustände
    - Hör-, Seh- , Gefühls-, Sprach- und Gangstörungen
    - Merkschwäche
    - Persönlichkeitsveränderungen.

(Quelle: https://www.netdoktor.at/gesundheit/fitness/wie-macht-sich-eine-quecksilber-vergiftung-bemerkbar-5211)

  • Bei der Produktion von Asphalt wird  oftmals kontaminiertes Recyclingmaterial beigemischt, das gesundheitsschädliche PAK enthält (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe). Nach Aussage des Bundesumweltamtes sind PAK hochgradig krebserregend.
  • Das Asphaltmischwerk Wegener in Wahlstedt ist bei einer Maximalleistung von 20 Tonnen Braukohle pro Stunde der größte CO2- Erzeuger der Region.
  • Hinzu kommen die Belastungen durch Lärm- und Staubentwicklung. Auch hierüber haben wir in der Vergangenheit häufig berichtet (vgl. unser IMMISSIONSKATASTER ; auch Informationen des Bundesumweltamtes: https://www.umweltbundesamt.de).
  • In unmittelbarer Nähe des Asphaltwerks befindet sich ein Kindergarten mit einer Außenfläche. Hier halten sich bis zu 70 Kleinkinder auf.
  •  Das ist ein unzumutbarer Zustand, denn es geht hier um die Zukunft dieser ungeschützten Kinder.
  • Wie eine derartige Industrieanlage so dicht an Wohnnutzungen - ohne Wahrung von Sicherheitsabständen -  von den Stadtvätern Wahlstedts das gemeindliche Einvernehmen und von der Behörde, dem Landesumweltamt, 2006 die Genehmigung erhalten hat, ist unverständlich. Die Anlage liegt übrigens nicht in einem Industrie-,  sondern in einem Gewerbegebiet.
  • Wäre diese Anlage in Nordrhein-Westfalen beantragt worden, so hätte das Werk nur in einem Industriegebiet mit einem Sicherheitsabstand von 500 Metern genehmigt werden dürfen.

Müssen Bürger also die Belastungen durch Asphaltproduktion in Kauf nehmen, weil wir auf Asphalt nicht verzichten können?

Bürger müssen darauf pochen, dass Asphaltmischwerke vorgeschriebene Sicherheitsabstände und den bestmöglichen Stand der Technik einhalten. Was naturgemäß Kosten verursacht, welche die Erträge schmälern, wenn sie nicht an die Kunden weitergereicht werden.

Aber immerhin geht es um unser teuerstes Gut: Unser aller Gesundheit und, vor allem, die unserer Kinder und Enkel.

Die ist nicht mit Geld zu bezahlen.

Der aktuelle AOK-Gesundheitsatlas zeigt:

„…Atemnot, Husten und Auswurf. Das sind die typischen 'AHA'-Symptome der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung COPD. Wichtigster Risikofaktor für die Entwicklung dieser Volkskrankheit ist das Rauchen. Aber auch Luftschadstoffe und der soziale Status spielen eine Rolle. In Schleswig-Holstein leben rund 111.000 COPD-Patienten im Alter ab 40 Jahren. Zwischen den Regionen gibt es jedoch deutliche Unterschiede beim Anteil der COPD-Patienten in der Bevölkerung…

…Im Vergleich mit den anderen Bundesländern schneidet Schleswig-Holstein mit einem COPD-Anteil von 6,5 Prozent gut ab und liegt damit unter dem bundesweiten Durchschnitt von 7,1 Prozent…

…Luftschadstoffe können zur Entstehung einer COPD beitragen. Neben dem Anteil der Rauchenden scheint auch die Feinstaubbelastung eine Rolle für die Häufigkeit der COPD zu spielen. "Luftschadstoffe können zur Entstehung einer COPD beitragen oder die Symptomatik bei COPD-Erkrankten verschlimmern. Die kurzfristigen Auswirkungen von Feinstaub auf Verschlechterungen des Gesundheitszustandes und auf die Sterblichkeit bei COPD-Erkrankten sind recht gut durch Studien belegt", sagt Ackermann.

Für den Gesundheitsatlas wurden Informationen vom Umweltbundesamt zur regionalen Feinstaubbelastung der Bevölkerung berücksichtigt und in fünf annähernd gleich große Gruppen (Quintile) sortiert.

Danach sind die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein ausschließlich in der Kategorie mit mittlerer (Stufe 3) und hoher Feinstaubbelastung (Stufe 4) zu finden. Die höchste Feinstaubbelastung (Stufe 5) haben danach die beiden Städte Kiel und Lübeck.

Mehr:

https://www.presseportal.de/pm/73028/4919429

Sendung verpasst? Ein umfassender Überblick über das Befinden des Patienten ERDE. Er hinterlässt Demut, Furcht und Hoffnung.

 „…Landwirtschaftliche Nutzflächen überziehen große Teile der Erdoberfläche mit geometrischen Mustern, Megastädte wuchern über schier endlose Flächen, vielspurige Straßen winden sich selbst durch Hochgebirge und Wüsten. Dazwischen die Zeugen unserer Ausbeutung der Erde, gewaltige Erz-und Kohleminen, Raffinerien, Industrieanlagen und Containerhäfen. Die sogenannte Technosphäre, die von Menschen hergestellten Dinge, wiegt mittlerweile mehr als die Gesamtheit aller Tiere und Pflanzen….

…Der Dokumentarfilm…, in dem internationale Wissenschaftler wie Sir Robert Tony Watson, William L. Steffen, Tim Flannery und viele andere zu Wort kommen, erzählt davon, wie wir wurden, was wir sind, was wir zu verlieren haben, aber auch, was wir bewahren können. Der Film lädt zu einer Reise durch mehrere Kontinente und rund 10 000 Jahre Menschheitsgeschichte ein…“

Mehr: (Dokumentation, D 2020; 1 Std. 43 Min; verfügbar bis 21.12.2030)

https://www.3sat.de/wissen/terra-x/anthropozaen-106.html

Rendsburgs „längste Sitzbank der Welt“ wurde 1989 als „Werbe-Ikone der Region“ vermarktet (Lübecker Nachrichten, 30./31. 08.2020, S. 33): 501,23 Meter,  Sitzplätze für 1594 Personen.

2014 erweiterte man die Bank  auf stolze 575,75 Meter. Sahnehäubchen: Die Bank befindet sich an der „meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt.“

Kuriose Wettbewerbe gibt’s.

Wer kann am längsten  auf einem Pfahl sitzen? Wer schält in einer bestimmten Zeitspanne die meisten Kartoffeln oder Spargelstangen? Oder: Wer kann am längsten den Atem anhalten? Aber auch: Wer hat den längsten Atem? Oder gar: Wer hat die längste Bank?

Letztere Fragen sind oft von entscheidender Bedeutung  in Business und Politik.

Beispiel: Die INITIATIVE WAHLSTEDT berichtet seit 2019 über das Behördenkarussell rund um das gefürchtete Asphaltmischwerk vor Ort, das wegen seiner Lage und technischen Beschaffenheit bei Bürgern seit Jahren zu Belastungen (Lärm, Staub, Gestank) führt.

Niemand bekannte sich als verantwortlich oder mitverantwortlich für die Misere. Viele Worte wurden gewechselt, viel Papier beschriftet. Es wurde verschleiert, verschwiegen, beteuert, beschwichtigt, sogar mögliche Veränderungen wurden in Aussicht gestellt. Uns wurde ganz schwindelig bei der Frage, wer nun genötigt sei, die Rotationen zu stoppen.

Wir warfen dem Bürgermeister und der Stadt vor, alle Bemühungen um eine Verbesserung der Lage „auf die lange Bank“ zu schieben. Was erwartungsgemäß in Abrede gestellt wurde.

Und heute, Stand Mai 2021?

Uns scheint, unsere Stadt mit ihrer Stadtwerke Wahlstedt GmbH  ist DER Favorit für die längste RUNDE BANK, auf der die Karussellfahrt endlos weitergeht.

Einige weitere Fahrgäste auf dieser Bank, beteiligte Ämter in Schleswig-Holstein, schmoren im eigenen Saft.

Verlässliche Aussagen über Belastungen durch Lärm, Staub und Gestank sowie Bereitschaft für Maßnahmen zu deren Minderung lassen auf sich warten. Mit spitzfindigen Stellungnahmen  umschifft man das Gespenst, kostenträchtige Maßnahmen umsetzen zu müssen.

Bestenfalls könnte es womöglich passieren, dass den empörten Bürgern irgendwann buchstäblich die Luft ausgeht oder die Mittel schwinden.

Einige gequälte Mitbürger haben ja schon ihren Wohnort gewechselt.

Macht nichts, wir werben doch mit Baugrund um ahnungslose Neubürger.

Tag der ökologischen Überschuldung

„Die Menschheit lebt auf Pump: Was uns die Natur bis zum Ende des Jahres liefert, haben wir Deutschen 2021 schon am 5. Mai aufgebraucht.

Die weltweiten Zahlen für das laufende Jahr stehen noch aus…

…Überziehen Sie jeden Monat Ihr Konto? Dann sind Sie vielleicht gar nicht schockiert von der Meldung: Schon am 22. August hatte die Menschheit alles verbraucht, was die Natur ihr für das ganze Jahr 2020 zur Verfügung stellte. Ab dann ging es in den "Dispo"…"

"Weitermachen wie bisher würde heißen, dass wir im Jahre 2030 schon zwei Erden bräuchten und vielleicht 2050 dann drei Erden."

(Jürgen Knirsch, Experte für nachhaltigen Konsum bei Greenpeace)

Mehr: (Stand: 05.05.2021)

https://www.br.de/wissen/tag-oekoschulden-earth-overshoot-day-100.html

… sprang mir heute die Schlagzeile einer Zeitung entgegen.

Was hier musisch gemeint war, hätte so manchen Wahlstedter zurückprallen lassen. Die Durchschnittstemperaturen erlauben dem örtlichen Asphaltmischwerk, seine Produktion und damit die seit Jahren bekannten Belästigungen und gesundheitlichen Belastungen fortzusetzen.

Unser Immissionskataster zeigt alle Klagen, die Bürger schick(t)en, sei es mündlich, telefonisch, auf Handzetteln, über die Website der INITIATIVE WAHLSTEDT oder per WhatsApp.

Nachzulesen unter der Kategorie „Aktionen“, Abteilung  „Meldungen zum Immissionskataster“, „Tabellarische Übersicht“.

Hier zwei aktuelle Beispiele vom 06. Mai 2021:

„Es scheppert und knallt bei der Entladung des Materials, dass per Bahn an das Asphaltmischwerk Wegener geliefert wird. Heute bedient wieder der unsensible Baggerfahrer den Bagger. Wir wünschen uns den vom letzten Mal zurück, aber vielleicht ist es ja auch derselbe, nur heute mit schlechter Laune. Pech für die Anwohner! Was für ein Entladelärm!“
„Wieder zieht ekliger Gestank nach Asphalt vom Asphaltmischwerk Wegener über unser Grundstück. Das Öffnen der Fenster zum Lüften ist unmöglich! Einfach ätzend! Die " Stadt im Grünen" stinkt wieder mal zum Himmel!“ „Lautstarke Bahnentladung. Auch bei geschlossenen Fenstern eine Belästigung. Die Stadtwerke interessiert das nicht; hier wird nur kassiert; Pflichten als Betreiber werden nicht erfüllt! Schämt euch!!!“

Das Motto vieler Bürger ist also heute eher:

„Zeit, die Fenster zu schließen!“

Albert Holm

  • Haben Sie schon mal den Apollo-Falter gesehen oder den Großen Eisvogel?
  • Im folgenden Filmbeitrag ist es möglich.
  • Zugewinn an Informationen garantiert!

Unser Motto für diese Woche:

Das sind die Weisen,

die durch Irrtum zur Wahrheit reisen.

Die bei dem Irrtum verharren,

das sind die Narren.

Friedrich Johann Michael Rückert (1788 - 1866)

Tiere in der Klimakrise

„Tiere sind die große Leidenschaft des Biologen und SWR-Wissenschaftsjournalisten Axel Wagner. Er dokumentiert seit Jahren, wie sehr sich der Klimawandel auf die Natur im Südwesten auswirkt. Sein Fazit: Unglaublich viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Von den Pol-Regionen über die Wüsten Afrikas bis unmittelbar vor die Haustür im Südwesten löst die Klimakrise ein unvergleichliches Artensterben aus. Um diesen Auswirkungen des Klimawandels nicht schutzlos ausgeliefert zu sein, braucht die Tierwelt dringend Hilfe…

…Die Zuschauer*innen erfahren, was jetzt getan werden muss und warum vom Schicksal der Tiere auch das Überleben der Menschheit unmittelbar abhängt. Durch den Klimawandel kommen Exoten wie Flamingos an den Bodensee, doch das sollte nicht täuschen - es kommen zwar neue Arten nach Deutschland, dennoch ist der Klimawandel eine Bedrohung, der es zu begegnen gilt.“

Mehr: (60 Min.; verfügbar bis 09.04.2026)

https://www.ardmediathek.de/video/axel-wagner-und-die-klimakrise/folge-1-arten-sterben/swr-de/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE0NDA5MDY/

*** WIR EMPFEHLEN AUCH DIE WEITEREN FOLGEN  AUS DIESER REIHE ***

„…Vögel sind Nachfahren der Dinosaurier und älter als die Menschheit. Doch überall auf dem Land verschwinden sie. In Deutschland ist die Zahl der Feld- und Wiesenvögel in 30 Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, in Frankreich um 38 Prozent. Betroffen sind auch Kiebitze, Feldlerchen und Rebhühner. Die britische Vogel-Bloggerin Mya-Rose Craig hat sich auf eine Spurensuche nach den Ursachen gemacht und dabei Wissenschaftler, Landwirte und den US-Bestsellerautoren und Vogelbeobachter Jonathan Franzen getroffen…

Der Filmemacher Heiko De Groot vermittelt in seiner Dokumentation eindrücklich, wie die intensivierte Landwirtschaft das Vogelsterben verursacht und welche Bedeutung Vögel für das Überleben der Menschen haben…“

Mehr: ( NDR, 2019; 53 min; verfügbar bis 28/08/2021)

https://www.arte.tv/de/videos/083909-000-A/vermisst-wo-sind-die-voegel/